Die USA mit dem Auto zu entdecken, ist für viele Reisen die beste Wahl: Nationalparks, Scenic Byways, kleine Orte und lange Roadtrips funktionieren mit Mietwagen einfach besser. Gleichzeitig gibt es ein paar Regeln, die sich von Deutschland unterscheiden. Hier findest du die wichtigsten Grundlagen zu Rechtsverkehr, 4-Way-Stop, Ampeln, Geschwindigkeit, Schulbussen und Polizeikontrollen.

Autofahren in den USA ist für deutsche Reisende meist schnell gelernt. Du fährst wie in Deutschland auf der rechten Straßenseite, die Straßen sind oft breit und außerhalb großer Städte ist der Verkehr entspannter als erwartet. Ungewohnt sind eher Kreuzungen mit 4-Way-Stop, Ampeln hinter der Kreuzung, Rechtsabbiegen bei Rot, Schulbusse, Mautspuren und Polizeikontrollen.
Viele Schilder sind selbsterklärend, aber Textschilder sind in den USA sehr wichtig. Lies sie genau: No Turn on Red, Keep Right Except to Pass, Carpool 2+, No Parking, Tow Away Zone, School Zone oder Road Closed meinen genau das, was dort steht.
Für die praktische Vorbereitung solltest du auch die Detailseiten zu Tanken, Maut, Parken, Verkehrszeichen und Polizeikontrollen lesen. Genau dort passieren Erstbesuchern die meisten kleinen Fehler.

Auf Highways gibt es kein deutsches Autobahngefühl mit dauerhaft freier linker Spur. Die linke Spur wird oft als schnellere Spur genutzt, aber je nach Bundesstaat gelten unterschiedliche Regeln. Halte dich als Tourist eher rechts oder in der mittleren Spur, fahre gleichmäßig und wechsle Spuren nur mit Blinker und genug Abstand.
Wichtig: Auf mehrspurigen Straßen kann auch rechts überholt werden. Rechne also damit, dass Fahrzeuge von beiden Seiten an dir vorbeifahren.

An einem Stop-Schild musst du vollständig anhalten. Bei einem 4-Way Stop oder All-Way Stop halten alle Richtungen. Danach fährt in der Regel das Fahrzeug zuerst, das zuerst an der Kreuzung angekommen ist. Kommen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig an, hat meist das Fahrzeug rechts Vorrang.
Das wirkt am Anfang ungewohnt, funktioniert aber erstaunlich gut. Fahre langsam heran, halte wirklich an und nimm Blickkontakt auf. Wenn dich jemand durchwinkt, fahre zügig, aber vorsichtig.
Wenn nur du ein Stop-Schild hast, musst du dem Querverkehr Vorfahrt geben.

Ampeln stehen in den USA oft auf der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Halte trotzdem vor der Haltelinie, nicht unter der Ampel.
In vielen Bundesstaaten darfst du bei Rot rechts abbiegen, nachdem du vollständig angehalten hast und kein Verkehr oder Fußgänger gefährdet wird. Das gilt nicht, wenn ein Schild No Turn on Red es verbietet. In New York City ist Rechtsabbiegen bei Rot grundsätzlich verboten, außer ein Schild erlaubt es ausdrücklich.
Linksabbiegen bei Rot ist nur in besonderen Situationen erlaubt, meist von einer Einbahnstraße in eine andere Einbahnstraße. Wenn du unsicher bist: lieber warten.

Geschwindigkeiten werden in miles per hour (mph) angegeben. Typische Limits sind etwa 25 bis 35 mph in Wohngebieten, 55 bis 65 mph auf Landstraßen und 65 bis 75 mph auf Interstates. Einzelne Bundesstaaten und Strecken können abweichen.
Besonders wichtig sind School Zones. Wenn Warnlichter blinken oder Zeiten auf dem Schild angegeben sind, gilt oft ein deutlich niedrigeres Limit. Verstöße in Schulzonen können teuer werden.
Beim Alkohol gilt: Viele Staaten arbeiten mit 0.08 BAC als Grenze, Utah liegt niedriger. Für Touristen ist die einzig sinnvolle Regel: nicht trinken und fahren. Schon unterhalb gesetzlicher Grenzen kann Alkohol Fahrfehler, Polizeikontrollen und Versicherungsprobleme verursachen.
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Gelbe Schulbusse sind in den USA besonders geschützt. Wenn ein Schulbus mit blinkenden roten Lichtern hält und der Stop-Arm ausgeklappt ist, müssen Fahrzeuge in allen Bundesstaaten anhalten. Details unterscheiden sich je nach Straßentyp und Bundesstaat, aber als Tourist gilt: lieber einmal zu vorsichtig als zu spät.
Bei Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen oder liegengebliebenen Fahrzeugen mit Warnlichtern gilt in vielen Staaten eine Move Over-Regel: Wenn möglich eine Spur Abstand schaffen, sonst deutlich langsamer fahren.

Wenn ein Polizeifahrzeug hinter dir mit Blaulicht oder Sirene signalisiert, dass du anhalten sollst, fahre ruhig rechts ran, sobald es sicher ist. Bleib im Auto sitzen, schalte bei Dunkelheit die Innenbeleuchtung ein, öffne das Fenster und halte die Hände sichtbar am Lenkrad.
Steige nicht unaufgefordert aus. Greife auch nicht hektisch in Taschen, Handschuhfach oder Rucksack. Warte, bis der Officer dich nach Führerschein, Mietvertrag oder Pass fragt, und erkläre dann ruhig, wo die Dokumente liegen.
Die Situation ist meist weniger dramatisch, als sie sich anfühlt. Freundlich bleiben, langsam reagieren und klare Antworten geben hilft am meisten.
Die eigentlichen Verkehrsregeln sind nur ein Teil des Autofahrens in den USA. Im Alltag sind diese Themen besonders wichtig:
Wenn du diese Punkte vor der Reise verstanden hast, wird der USA-Roadtrip deutlich entspannter.
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