



Illinois wird oft auf Chicago reduziert, und ja: Die Stadt ist der wichtigste Grund für viele Reisen in den Staat. Aber Illinois kann mehr. Zwischen Lake Michigan, Route 66, Springfield, Mississippi, Starved Rock und dem Shawnee National Forest entsteht ein Staat, der sich gut für Stadturlaub, Roadtrip und Geschichte verbinden lässt.
Für Erstbesucher ist Chicago der klare Einstieg: Architektur, Museen, Lakefront, Blues, Restaurants, Sport und Stadtviertel. Wer weiterfährt, findet in Illinois einen wichtigen Abschnitt der Route 66, die Lincoln-Orte in Springfield, historische Kleinstädte wie Galena und überraschend viel Natur im Süden.
Illinois ist praktisch, weil viele Routen hier beginnen oder enden. Chicago ist ein großer Flughafenstandort, der Startpunkt der klassischen Route 66 und ein guter Knoten für Reisen nach Wisconsin, Michigan, Missouri oder Kentucky.
2026 ist außerdem das Jubiläumsjahr der Route 66. Gerade in Illinois können dadurch zusätzliche Veranstaltungen, neue Beschilderungen und mehr Aufmerksamkeit rund um alte Diners, Tankstellen und Roadside-Stopps entstehen. Für Reisende heißt das: vorher aktuelle Termine prüfen und beliebte Orte nicht nur als schnelle Fotostopps sehen.

Die Flagge von Illinois zeigt das Staatssiegel auf weißem Grund. Im Mittelpunkt steht ein Weißkopfseeadler mit Schild und Banner. Das Motto „State Sovereignty, National Union“ spiegelt die politische Geschichte des Staates und seine Rolle innerhalb der USA wider. Unter dem Siegel steht der Name Illinois, damit die Flagge leichter zuzuordnen ist.

Chicago ist das starke Zentrum von Illinois: Architektur, Lake Michigan, Millennium Park, Art Institute, Blues-Clubs, Food-Szene, Sport und Stadtviertel. Für eine erste Reise solltest du mindestens zwei bis drei volle Tage einplanen.

Die Route 66 beginnt in Chicago und führt in Illinois über Orte wie Joliet, Wilmington, Pontiac, Atlanta, Springfield und Litchfield Richtung Missouri. Gerade zum Route-66-Jubiläum 2026 lohnt sich ein genauer Blick auf aktuelle Veranstaltungen und restaurierte Stopps.

Starved Rock State Park liegt am Illinois River und ist einer der beliebtesten Naturstopps des Staates. Schluchten, Wasserfälle und kurze Wanderungen machen den Park besonders im Frühling und Herbst attraktiv.

Springfield ist eng mit Abraham Lincoln verbunden. Neben Museum und Presidential Library lohnt sich vor allem die Lincoln Home National Historic Site, die das einzige erhaltene Wohnhaus Lincolns zeigt.

Der Shawnee National Forest im Süden von Illinois zeigt eine ganz andere Seite des Staates: Sandsteinfelsen, Wälder, Garden of the Gods, Flusstäler und ruhige Straßen abseits von Chicago.

Galena im Nordwesten ist eine historische Kleinstadt mit Backsteinarchitektur, kleinen Geschäften, Hügeln und Mississippi-Nähe. Sie eignet sich gut als entspannter Kontrast zu Chicago.

Navy Pier ist touristisch, aber als kurzer Chicago-Stopp am Lake Michigan weiterhin beliebt. Für Aussicht, Bootstouren und Familienprogramm kann der Pier sinnvoll sein; wer Ruhe sucht, findet sie eher an anderen Abschnitten der Lakefront.

Chicago ist der große Magnet: Architekturbootstour, Riverwalk, Millennium Park, Lakefront Trail, Museen, Theater, Blues, Restaurants und Stadtviertel wie Wicker Park, Pilsen, Logan Square oder Hyde Park. Die Stadt funktioniert nicht als schneller Zwischenstopp; die Wege und Eindrücke brauchen Zeit.
Springfield ist für Lincoln-Geschichte und die Route 66 wichtig. Galena ist kleinteiliger und historischer, während Champaign-Urbana durch die University of Illinois geprägt wird. Peoria, Rockford, Alton und Quincy können je nach Route praktische Stopps sein.

Illinois ist kein klassischer Naturstaat wie Utah oder Colorado, aber die Naturziele sind stärker, als viele erwarten. Starved Rock State Park und Matthiessen State Park sind die bekanntesten Ziele für kurze Wanderungen durch Schluchten, Wälder und Wasserfallbereiche.
Im Süden liegt der Shawnee National Forest mit Garden of the Gods, Felsen, Wäldern und ruhigen Nebenstraßen. Diese Region ist besonders interessant, wenn du Illinois mit Missouri, Kentucky oder Tennessee kombinierst.
Am Lake Michigan besitzt Chicago selbst eine lange, gut nutzbare Uferzone mit Stränden, Parks und Radwegen. Im Westen des Staates lohnt sich die Great River Road entlang des Mississippi.

Lincoln Home National Historic Site in Springfield ist einer der wichtigsten historischen Orte in Illinois. Wer sich für US-Geschichte interessiert, sollte Springfield nicht nur als Route-66-Stopp behandeln.
Cahokia Mounds nahe St. Louis gehört zu den bedeutendsten archäologischen Stätten Nordamerikas. Pontiac, Atlanta, Wilmington und Joliet sind typische Route-66-Stopps in Illinois, von denen manche klein wirken, aber genau dieses Roadside-Gefühl ausmachen.
Galena lohnt sich für historische Architektur und ein ruhigeres Wochenende. Alton und die Great River Road bieten Mississippi-Ausblicke, während Garden of the Gods im Süden zeigt, dass Illinois landschaftlich nicht nur flach ist.

In Chicago gehören Deep Dish Pizza, Tavern-Style Pizza, Chicago Hot Dog und Italian Beef zu den Klassikern. Wichtig ist: Chicago kulinarisch nur auf Deep Dish zu reduzieren, wäre zu wenig. Die Stadt hat starke Nachbarschaftsküchen, mexikanische, polnische, chinesische, koreanische, südasiatische und moderne amerikanische Restaurants.
Außerhalb Chicagos wird Illinois bodenständiger. Route-66-Diners, kleine Brauereien, Farmstände, BBQ, lokale Bäckereien und Restaurants in Universitätsstädten prägen die Reise. Gerade auf Roadtrips lohnt es sich, nicht nur an Ketten entlang der Interstate zu halten.
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Illinois ist eng mit Abraham Lincoln verbunden. Er lebte und arbeitete viele Jahre in Springfield, bevor er Präsident wurde. Diese Geschichte ist im Lincoln Home, in Museen, am State Capitol und an weiteren Orten im Staat präsent.
Daneben erzählt Illinois viel über Einwanderung, Industrialisierung, Eisenbahn, Landwirtschaft, Bürgerrechtsgeschichte, Musik und die Entwicklung amerikanischer Städte. Chicago steht dabei für Architektur, Handel, Migration und Kultur; die kleineren Orte zeigen den ländlicheren Mittleren Westen.
In Chicago hängt der Preis stark von Lage, Saison, Messen, Sportevents und Wochenenden ab. Downtown, River North, Loop, West Loop und die Lakefront sind praktisch, aber oft teuer. In Stadtvierteln etwas außerhalb findest du teils bessere Preise, solltest aber Anbindung und Sicherheit realistisch prüfen.
Für eine Route 66 durch Illinois sind Springfield, Pontiac, Bloomington-Normal, Litchfield oder Orte nahe St. Louis praktische Etappen. Für Natur im Süden eignen sich Unterkünfte rund um Carbondale, Makanda oder kleinere Orte nahe Shawnee National Forest.