Tanken in den USA ist einfach, wenn du die kleinen Unterschiede kennst: Preise stehen pro Gallone, bezahlt wird oft vor dem Tanken, an der Zapfsäule wird manchmal ein ZIP-Code abgefragt und die Benzinsorten heißen Regular, Mid-Grade und Premium. Für die meisten Mietwagen reicht Regular 87, sofern im Tankdeckel oder Mietvertrag nichts anderes steht.
Der wichtigste Praxistipp: Wenn deine deutsche Kreditkarte an der Zapfsäule nicht akzeptiert wird, geh einfach in den Shop und nenne die Pumpennummer. Das ist normal und meist schneller, als fünf ZIP-Code-Tricks auszuprobieren.

Tanken in den USA funktioniert etwas anders als in Deutschland, ist aber schnell gelernt. Die Preise stehen pro Gallon, bezahlt wird oft vor dem Tanken und viele Zapfsäulen fragen bei Kartenzahlung nach einem ZIP Code. Genau daran scheitern deutsche Kreditkarten manchmal.
Wenn die Zahlung an der Säule nicht klappt, ist das kein Drama: Geh in den Shop, nenne deine Pumpennummer und bezahle dort mit Karte oder Bargeld. Danach wird die Zapfsäule freigeschaltet.
Merke dir immer zuerst die Pumpennummer. Ohne sie weiß der Kassierer nicht, welche Zapfsäule freigeschaltet werden soll.

Stelle dich so hin, dass der Tankdeckel auf der Seite der Zapfsäule ist. Im Cockpit zeigt ein kleiner Pfeil neben dem Tanksymbol oft an, auf welcher Seite der Tankdeckel liegt.

An der Säule steckst oder tippst du deine Karte und folgst den Anweisungen. Wird ein ZIP-Code verlangt und deine Karte funktioniert nicht, brich ab und bezahle im Shop. Dort sagst du zum Beispiel: Pump 4, 50 dollars, please.
Bei Barzahlung oder Vorabzahlung wird ein Betrag freigeschaltet. Tankst du weniger, wird normalerweise nur der tatsächliche Betrag berechnet beziehungsweise Restgeld ausgezahlt.

Nimm die Zapfpistole aus der Halterung. Danach wählst du die Benzinsorte, meist per Knopf: Regular, Mid-Grade oder Premium. Bei manchen Säulen musst du zusätzlich einen Hebel an der Halterung hochklappen.

Halte den Griff gedrückt oder nutze die Einrastfunktion, wenn vorhanden. Die Säule stoppt automatisch, wenn der Tank voll ist. Nicht weiter „nachtanken“, wenn die Automatik abgeschaltet hat.

Wähle Receipt, wenn du eine Quittung brauchst. Beim Mietwagen ist der letzte Tankbeleg vor der Rückgabe sinnvoll, falls später Fragen zur Full-to-Full-Regel kommen.

Die meisten US-Tankstellen bieten drei Benzinsorten an:
Wichtig: Die Oktanzahlen werden in den USA anders angegeben als in Europa. Lass dich also nicht davon irritieren, dass Regular 87 niedriger klingt als Super 95. Entscheidend ist, was im Tankdeckel, im Display oder im Mietvertrag steht.
AAA weist außerdem darauf hin, dass Premium bei Fahrzeugen, die nur Regular benötigen, in der Regel keinen Vorteil bringt. Wenn dein Mietwagen Regular 87 verlangt, musst du nicht unnötig Premium tanken.
In den USA bedeutet Gas meistens Benzin, nicht Autogas. Weitere Begriffe:

Die Benzinpreise in den USA schwanken stark nach Bundesstaat, Region und Lage der Tankstelle. Kalifornien, Hawaii, Washington oder Nevada sind oft teurer als viele Staaten im Süden oder Mittleren Westen. Direkt an Highways, in Nationalpark-Nähe oder an abgelegenen Orten zahlst du häufig mehr.
Eine seriöse feste Zahl ist deshalb schnell veraltet. Für aktuelle Durchschnittspreise nach Bundesstaat ist die AAA-Übersicht hilfreich:
Als Orientierung: Am 1. Juli 2026 lag der nationale AAA-Durchschnitt für Regular bei rund $3.85 pro Gallone. Das ist nur ein Tageswert. Für deine Route sind Bundesstaat und Lage wichtiger: Kalifornien, Hawaii oder abgelegene Nationalparkregionen können deutlich teurer sein als Staaten im Süden oder Mittleren Westen.
Wenn du eine längere Wüsten- oder Nationalparketappe fährst, tanke lieber bei halbem Tank nach. Günstiger Sprit hilft wenig, wenn die nächste Tankstelle 80 Meilen entfernt ist.
Manche Tankstellen zeigen zwei Preise an. Cash ist der Barpreis und kann etwas günstiger sein. Credit gilt bei Kartenzahlung. Der große Preis auf dem Schild ist nicht immer der Preis, den du mit Kreditkarte zahlst.
Wenn du im Shop bar bezahlst, nennst du Betrag und Pumpennummer. Beispiel: Pump 6, 40 dollars cash. Danach tankst du bis zu diesem Betrag.
Viele US-Zapfsäulen fragen nach einem ZIP-Code. Das ist bei US-Karten eine Adressprüfung. Deutsche Karten haben keinen US-ZIP-Code, deshalb funktioniert die Zahlung direkt an der Säule nicht immer.
Manchmal klappt eine fünfstellige Postleitzahl, manchmal 00000, manchmal gar nichts. Verlass dich nicht darauf. Die stressfreie Lösung ist fast immer: drinnen bezahlen.
Mehrere gescheiterte Kartenversuche können dazu führen, dass deine Bank die Karte vorsorglich sperrt. Wenn die Säule zickt: abbrechen, in den Shop gehen, fertig.
In fast allen Bundesstaaten tankst du selbst. New Jersey ist weiterhin der bekannte Sonderfall: Dort bedient dich ein Tankwart. Du bleibst im Auto, sagst Kraftstoffart und Betrag oder „fill up“.
Oregon war früher ebenfalls ein klassischer Full-Service-Staat. Seit 2023 dürfen Tankstellen aber Self-Service anbieten, häufig bis zu einem Teil der Zapfsäulen. Je nach Station kann es also Self-Service und Full-Service nebeneinander geben.
Trinkgeld ist beim Tanken normalerweise nicht nötig. Bei echtem Full-Service, besonderer Hilfe oder sehr persönlichem Service kannst du freiwillig etwas geben, es wird aber nicht wie im Restaurant erwartet.
Hier findest du ergänzend unsere Seiten zu Mietwagen in den USA, Autofahren in den USA, Maut in den USA und Verkehrsregeln.
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