Neun Tage Neuengland und Maine im Herbst: Boston, Cape Cod, White Mountains, Acadia National Park, Portland, Kennebunkport, Ogunquit und viele kleine Stopps dazwischen. Der Reisebericht zeigt, was auf einer kompakten Indian-Summer-Route gut funktioniert und wo etwas mehr Zeit gutgetan hätte.
Der Roadtrip 2023 war eine kompakte Herbstreise durch Neuengland: Boston, Cape Cod, Albany, White Mountains, Acadia National Park, Portland und die Küste von Maine. Neun Tage, viele Kilometer, sehr viel Laufen und genau die Mischung, die Neuengland im Herbst so reizvoll macht: Geschichte, kleine Orte, Küste, Wälder, Nebel, Lobster und Indian Summer.
Die Route war bewusst dicht geplant. Sie funktionierte, weil ich allein unterwegs war, früh gestartet bin und keine langen Pausentage brauchte. Für eine entspanntere Reise würde ich heute eher zehn bis zwölf Tage einplanen oder einzelne Abschnitte kürzen.
Der Start in Boston war praktisch und atmosphärisch stark: Mietwagen übernehmen, Stadtgefühl bekommen, Freedom Trail laufen und ankommen. Danach ging es über Plymouth nach Cape Cod. Chatham, Provincetown und die Küste waren ein schöner Gegenpol zur Stadt, aber Cape Cod verdient eigentlich mehr als nur einen schnellen Einstieg.
Über Providence, Hartford und Albany führte die Route weiter Richtung New Hampshire. Die White Mountains waren einer der stärksten Abschnitte der Reise. Kancamagus Highway, kurze Trails, Covered Bridges und Herbstfarben funktionierten Anfang Oktober genau so, wie man es sich erhofft. Gleichzeitig zeigte sich hier auch: Indian Summer ist kein fixer Termin, sondern ein Glücksfenster.
Der Acadia National Park war der Naturhöhepunkt der Reise. Küste, Wälder, Felsen, Aussichtspunkte und diese spezielle Mischung aus Atlantik und Herbst machten die Tage rund um Bar Harbor besonders. Danach wurde Maine ruhiger und kulinarischer: Wiscasset, Brunswick, Portland, Portland Head Light, Kennebunkport, Ogunquit und Newburyport.
Die letzten Tage waren weniger spektakulär als Acadia, aber fast genauso wichtig für das Reisegefühl. Portland mit Lobster Roll und Hafen, Portland Head Light bei Cape Elizabeth, ein nebliger Morgen in Kennebunkport, Ogunquit Beach, Portsmouth und am Ende ein Hummer bei Bob Lobster. Das waren keine "großen" Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinn, aber genau solche Stopps machen Neuengland aus.
Für eine erste Neuenglandreise würde ich die Route etwas entzerren. Boston, Cape Cod, White Mountains, Acadia und Maine-Küste in neun Tagen ist möglich, aber nicht gemütlich. Wer zu zweit, mit Familie oder mit mehr Restaurant-/Fotopausen reist, sollte mehr Zeit einplanen oder Cape Cod beziehungsweise Albany kürzen.
Afflilate
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