Death Valley ist riesig, heiß und trotzdem erstaunlich zugänglich. Viele starke Stopps liegen direkt an Straßen, aber du musst Distanzen, Straßenstatus, Wasser und Hitze ernst nehmen.
Allgemeine Infos
Death Valley National Park ist einer der extremsten und gleichzeitig zugänglichsten Nationalparks im Südwesten. Du kannst viele Highlights mit dem Auto erreichen, musst aber Entfernungen, Hitze, Straßenstatus und fehlenden Handyempfang ernst nehmen.
Der Park wurde 1933 als National Monument geschützt und ist seit 1994 ein National Park. Er liegt überwiegend in Kalifornien und reicht bis nach Nevada. Außerhalb Alaskas gehört er zu den größten Nationalparks der USA.
Typisch für Death Valley sind Salzflächen, Badlands, Sanddünen, farbige Hügel, Vulkankrater, Canyons, alte Minenlandschaften und hohe Bergketten. Genau diese Mischung macht den Park so gut für kurze Stopps, Sonnenaufgänge, Fotografie und Roadtrips.
Eintritt & Bezahlung
Der normale Eintritt kostet aktuell $30 pro privatem Fahrzeug, $25 pro Motorrad oder $15 pro Person ohne Fahrzeug und gilt für sieben Tage. Der America-the-Beautiful-Pass gilt im Death Valley National Park. Für US-Residents kostet der Jahrespaß $80, für Non-US-Residents $250.
Wichtig: Death Valley akzeptiert für Eintritts- und Campinggebühren im Park kein Bargeld. Zahle per Karte, digitaler Zahlung oder kaufe den Pass vorab online beziehungsweise bei autorisierten Verkaufsstellen.
Jahreszeiten
Wann ist die beste Zeit für Death Valley?
Die angenehmste Reisezeit liegt grob zwischen November und März. Dann sind kurze Wanderungen, Aussichtspunkte und längere Stopps deutlich entspannter. Frühling kann sehr schön sein, besonders wenn es nach Regenfällen Wildblumen gibt.
Ab Mai wird es in den tieferen Lagen schnell gefährlich heiß. Im Sommer sind Temperaturen über 45 Grad Celsius möglich, nachts bleibt es oft warm. Dann solltest du keine Wanderungen im Tal planen, sondern sehr früh starten, kurze Stopps machen und höhere Lagen bevorzugen.
Im Winter kann es in höheren Lagen Schnee und Kälte geben. Prüfe deshalb nicht nur die Temperatur in Furnace Creek, sondern auch Straßenstatus und Wetter für deine Route.
Sicherheitshinweise
Death Valley ist kein Park für spontane Experimente. Prüfe vor der Fahrt die aktuellen NPS-Conditions, lade Karten offline und nimm genug Wasser, Essen und Treibstoff mit.
- Trinke viel Wasser; der NPS empfiehlt bei Hitze mindestens eine Gallone pro Person und Tag.
- Wandere bei Hitze nicht in den tieferen Lagen.
- Bleib mit dem Fahrzeug auf ausgewiesenen Straßen.
- Wenn du liegenbleibst, bleib beim Auto.
- Verlasse dich nicht auf Mobilfunkempfang.
- Meide Canyons und Washes bei Regenrisiko, weil Flash Floods schnell entstehen.
- Betritt keine alten Minen oder instabilen Gebäude.
- Fahre langsam und defensiv; viele schwere Unfälle sind Einzelunfälle auf langen, kurvigen Straßen.
Namensgebung
Wie das Death Valley zu seinem Namen kam
Der Name geht auf eine Gruppe von Auswanderern zurück, die sich im Winter 1849/1850 in der Region verirrte. Obwohl der Überlieferung nach nur ein Mensch aus der Gruppe im Tal starb, prägte die Erfahrung den düsteren Namen “Death Valley”.
Heute ist der Park nicht einfach nur ein “Tal des Todes”, sondern ein riesiges Schutzgebiet mit erstaunlich vielfältigen Lebensräumen. Genau deshalb ist es wichtig, vorsichtig zu reisen und die empfindliche Wüstenlandschaft nicht zu beschädigen.

Die sehenswertesten Orte im Death Valley


Visitor Center
Furnace Creek Visitor Center
Das Furnace Creek Visitor Center ist der beste erste Stopp im Park. Hier bekommst du aktuelle Hinweise zu Straßen, Wetter, Hitze, Wanderungen, Camping und Tagesplanung. Außerdem gibt es Ausstellungen, Ranger-Infos, Toiletten und Möglichkeiten, Eintritt oder Pässe zu klären.
Das Visitor Center ist laut NPS täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Wenn du nur kurz im Park bist, lohnt sich der Stopp trotzdem, weil sich Bedingungen im Death Valley schnell ändern können.
Anfahrt zum Visitor Center auf Google Maps

Spaziergang zur Harmony Borax Works
- timer 15-35 Minuten
- event_available Am besten Winter, Frühling oder Herbst; im Sommer nur sehr früh.
Harmony Borax Works liegt nur wenige Minuten von Furnace Creek entfernt und ist ein kurzer, gut verständlicher Stopp zur Geschichte des Borax-Abbaus im Death Valley. Interpretive Panels erklären die Anlage und die berühmten 20-Mule-Teams.
Autofahrt durch Twenty Mule Team Canyon
- timer 15-30 Minuten
- event_available Winter, Frühling, Herbst
Twenty Mule Team Canyon ist eine kurze, unbefestigte Einbahnstraße durch helle Badlands nahe Zabriskie Point. Sie ist oft gut machbar, kann aber nach Regen oder Straßenschäden anders aussehen. Prüfe vor Ort die aktuellen Bedingungen.

Death Valley im Sommer
Death Valley ist der heißeste Nationalpark der USA. Der NPS warnt ausdrücklich davor, bei Hitze in den tieferen Lagen zu wandern. Im Sommer kann die Tagesplanung deshalb völlig anders aussehen als im Winter.
Sinnvoll sind dann:
- sehr frühe Starts vor Sonnenaufgang
- kurze Stopps an Aussichtspunkten
- klimatisierte Pausen im Auto oder in Gebäuden
- höhere Lagen wie Dantes View, wenn Straßen und Wetter passen
- genug Wasser, Elektrolyte, Essen und Reserve im Auto
Nicht sinnvoll sind lange Wanderungen im Tal, spontane Backcountry-Abstecher, Fahrten ohne Straßencheck oder Routen, bei denen du dich auf Handyempfang verlässt.
Wanderungen im Sommer
Wenn du im Sommer überhaupt wandern möchtest, solltest du die tieferen Lagen meiden und sehr vorsichtig planen. Der NPS nennt höhere Bergregionen als mögliche Ausweichorte, aber auch dort brauchst du Vorbereitung, aktuelle Straßeninfos, Wasser und realistische Selbsteinschätzung.
Wildrose Peak Trail
- hiking 13,5 km
- timer ca. 6 Std.
- altitude ca. 671 m
- vital_signs Schwer
Wildrose Peak ist eine Bergwanderung in höherer Lage und kann bei Hitze im Tal eine Option sein. Die Zufahrt führt über Wildrose Road; prüfe vorher Straßenstatus, Fahrzeuglimits und Wetter.
Telescope Peak Trail
- hiking 22,5 km
- timer ca. 7-8 Std.
- altitude ca. 914 m
- vital_signs Anspruchsvoll
Telescope Peak ist der höchste Punkt im Park. Der Trail startet am Mahogany Flat Campground, der nur über eine anspruchsvollere Zufahrt erreichbar ist. Je nach Saison können Schnee, Straßenschäden oder Fahrzeuganforderungen eine Rolle spielen.
Übernachten
Finde Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe
Im Park gibt es Unterkünfte in Furnace Creek, Stovepipe Wells und Panamint Springs. Außerdem gibt es Campingplätze, von einfachen Primitive Campgrounds bis zu Plätzen nahe Furnace Creek. Die Entfernungen im Park sind groß, deshalb solltest du die Lage der Unterkunft passend zu deiner Route wählen.
Außerhalb des Parks kommen unter anderem Beatty, Pahrump, Shoshone, Lone Pine oder Ridgecrest infrage. Las Vegas ist als Tagesausflug möglich, aber lang - besonders wenn du Sonnenaufgang, Sonnenuntergang oder Sterne einplanst.
Gründe
Gründe, warum du den Death Valley Nationalpark besuchen solltest:
- Du siehst an einem Tag Salzflächen, Badlands, Sanddünen, Krater, farbige Hügel und Hochgebirge.
- Die klassischen Stopps wie Zabriskie Point, Badwater Basin, Artists Drive und Mesquite Flat Sand Dunes sind auch ohne lange Wanderungen eindrucksvoll.
- Im Winter, Frühling und Herbst sind kurze Wanderungen und Sonnenaufgänge besonders lohnend.
- Die Nacht ist fast so wichtig wie der Tag: Bei Neumond ist der Sternenhimmel außergewöhnlich dunkel.
- Death Valley lässt sich gut mit Las Vegas, Lone Pine, Beatty, Pahrump oder einer Kalifornien-Nevada-Route verbinden.
- Der Park lehrt gute Roadtrip-Planung: Wasser, Tankfüllung, Straßenstatus und Hitze sind hier keine Nebensache.
Insider-Tipps zu Death Valley National Park
Straßenstatus zuerst prüfen: Death Valley hat lange Distanzen und immer wieder Sperrungen durch Hochwasser- und Straßenschäden. Prüfe vor der Fahrt die NPS-Conditions-Seite.
Cashless vorbereiten: Eintritts- und Campinggebühren werden im Park nicht bar bezahlt. Nimm Karte oder digitale Zahlungsmöglichkeit mit.
Früh starten: Zabriskie Point, Badwater Basin, Mesquite Flat Sand Dunes und Golden Canyon sind morgens angenehmer und fotografisch oft besser.
Im Sommer keine Tal-Wanderungen: Der NPS rät bei Hitze von Wanderungen in den tieferen Lagen ab. Plane dann Aussichtspunkte, kurze Stopps und höhere Lagen.
Nicht auf Handyempfang verlassen: Lade Karten offline, nimm Papierkarte oder NPS-App-Inhalte offline mit und informiere jemanden über deine Route.
Racetrack Playa nur mit Vorbereitung: Die Strecke ist lang, abgelegen und hart für Reifen. Ohne passende Ausrüstung, zwei Ersatzreifen und aktuelle Straßeninfos ist der Abstecher keine gute Idee.
Sterne bei Neumond planen: Death Valley ist ein International Dark Sky Park. Meide Vollmondnächte, wenn du möglichst viele Sterne sehen möchtest.
Häufige Fragen
Wo liegt Death Valley?
Der Death Valley National Park liegt überwiegend in Kalifornien und reicht bis nach Nevada. Von Las Vegas bis Furnace Creek solltest du eher rund 2,5 Stunden einplanen, je nach Route und Verkehr.
Wo ist der tiefste Ort im Death Valley?
Das Badwater Basin – 86 Meter unter dem Meeresspiegel – ist nicht nur der tiefste Punkt im Park, sondern auch der tiefste Punkt in Nordamerika. Es liegt 18 Meilen südlich des Besucherzentrums von Furnace Creek an der Badwater Road (CA 178).
Wo kann ich Wildblumen im Death Valley sehen?
Wildblumen hängen stark vom Winterregen ab. In guten Jahren blühen niedrige Lagen ungefähr ab Februar/März, höhere Lagen später. Prüfe vor der Reise den aktuellen Wildflower-Status des NPS.
Was ist die heißeste Temperatur, die im Death Valley jemals gemessen wurde?
Der Weltrekord für die höchste Lufttemperatur von 57°C (134°F) wurde hier am 10. Juli 1913 auf der Furnace Creek Ranch gemessen.
Gibt es verlassene Geisterstädte im Death Valley?
Es gibt viele Geisterstädte im und in der Nähe des Death Valley. Die am besten erhaltene Geisterstadt ist Rhyolite, die außerhalb des Parks in der Nähe von Beatty, Nevada, liegt.
Kann man in Death Valley leben?
Ja, einzelne Menschen leben und arbeiten im Park, vor allem bei NPS, Unterkünften, Restaurants, Tankstellen und touristischen Angeboten. Für Besucher ist Death Valley aber kein Ort, an dem man spontan ohne Vorbereitung längere Zeit bleiben sollte.
Muss man Death Valley reservieren?
Für die normale Einfahrt ist keine Reservierung nötig. Eintritts- und Campinggebühren werden im Park cashless bezahlt. Unterkünfte und manche Campingplätze solltest du früh buchen.
Kann man Death Valley im Sommer besuchen?
Ja, aber sehr eingeschränkt. Plane kurze Stopps, starte sehr früh, meide Wanderungen in tieferen Lagen und habe viel Wasser im Auto. Bei Hitze sollte Sightseeing mit dem Auto im Vordergrund stehen.





