Start: Los Angeles
Los Angeles ist ein guter Startpunkt, aber die Fahrt nach Las Vegas wird schnell von Verkehr geprägt. Starte möglichst außerhalb der Rushhour und plane an Freitagen, vor Feiertagen oder am Ende langer Wochenenden deutlich mehr Zeit ein.
Wenn du vorher noch etwas sehen möchtest, eignen sich je nach Lage deiner Unterkunft das Getty Center, Griffith Observatory, Santa Monica, Downtown oder Hollywood. Für die eigentliche Strecke gilt aber: lieber früh los und die Wüste nicht komplett in die heißeste Tageszeit legen.
Prüfe am Fahrtag Caltrans QuickMap für Kalifornien und Nevada 511 für den Abschnitt ab Primm. Die I-15 ist die direkte Lebensader zwischen Südkalifornien und Las Vegas; schon ein Unfall, Baustelle, Windwarnung oder Feiertagsverkehr kann aus vier bis fünf Stunden schnell deutlich mehr machen.
1. Etappe:Los Angeles nach Barstow
Von Los Angeles fährst du meist über I-10, I-210 oder CA-60 zur I-15 und dann über den Cajon Pass in die High Desert. Je nach Startpunkt kann schon dieser erste Abschnitt länger dauern als die reine Kilometerzahl vermuten lässt.
Ein kurzer Abstecher in die San-Gabriel-Mountains oder zum Angeles National Forest ist möglich, lohnt sich aber eher, wenn du dafür bewusst zusätzliche Zeit einplanst. Für die direkte Fahrt nach Las Vegas ist das kein schneller Nebenstopp.
Auf dem Weg kommst du an San Bernardino, Victorville und mehreren Route-66-Bezügen vorbei. Wenn du die alte Straße stärker einbauen möchtest, kannst du einzelne Abschnitte der historischen Route 66 im Bereich Cajon Pass, Victorville oder Barstow einplanen. Für die meisten Reisenden ist Barstow der sinnvollste erste längere Halt.
Barstow ist der sinnvollste erste längere Halt. Die Stadt ist kein Schönheitswettbewerb, aber praktisch: I-15, I-40 und Route 66 treffen hier zusammen, und du bekommst Tanken, Essen, kurze Geschichte und eine echte Pause.
Sehenswert sind vor allem das Harvey-House-Areal mit Casa del Desierto, das Route 66 Mother Road Museum und das Western America Railroad Museum. 2026 ist Route 66 wegen ihres 100. Geburtstags zusätzlich ein gutes Thema für diese Strecke.
Ein kurzer Ausflug nach Norden bringt dich zur Calico Ghost Town. Calico war eine Silberminenstadt aus dem späten 19. Jahrhundert und ist heute ein restaurierter Regional Park mit Mine, Bahn, Shops, Restaurant und Camping. Der Ort ist touristisch, aber als gut erreichbarer Roadtrip-Stopp zwischen Los Angeles und Las Vegas sehr brauchbar.
Wenn du Natur statt Westernkulisse möchtest, ist Rainbow Basin Natural Area eine gute Alternative oder Ergänzung. Der Abstecher führt nördlich von Barstow über unbefestigte Straßen in eine farbige, geologisch spannende Wüstenlandschaft. Fahre nur bei trockenen Bedingungen hinein, sammle keine Fossilien und nimm ausreichend Wasser mit.
Fort Irwin liegt ebenfalls nördlich von Barstow, ist aber ein aktives Militärgelände und kein normaler touristischer Zwischenstopp. Ohne offizielle Informationen und passende Genehmigung solltest du es nicht als Programmpunkt planen.
2. Etappe:Barstow nach Baker
Hinter Barstow wird die Strecke offener und heißer. Die I-15 führt durch Mojave-Landschaft mit langen Abschnitten, wenig Schatten und teils starkem Wind. Prüfe Tankstand, Wasser und Reifen, besonders im Sommer.
Bei Yermo liegt EddieWorld als moderner Rastplatz. Der frühere Lake Dolores / Rock-A-Hoola Waterpark ist dagegen kein offizieller Besucherort; betrete keine verlassenen oder privaten Bereiche.

3. Etappe:Baker nach Las Vegas
Kurz östlich von Baker liegt Zzyzx Road. Der frühere Kurort ist heute mit dem Desert Studies Center verbunden; respektiere Beschilderung und gesperrte Bereiche. Für einen kurzen Spaziergang und ein paar Fotos kann der Abstecher interessant sein, wenn du genug Zeit hast.
Primm direkt an der Staatsgrenze ist vor allem Rast- und Casino-Stopp. Danach tauchen die ersten Ausläufer von Las Vegas auf. Rechne rund um die Stadt und den Strip mit dichterem Verkehr.
Besonders zäh wird es oft in der Gegenrichtung: sonntags, montags nach Feiertagen und am Ende langer Wochenenden von Las Vegas zurück nach Südkalifornien. Wenn du flexibel bist, ist ein früher Start oder eine zusätzliche Nacht manchmal besser als stundenlanges Stop-and-go in der Wüste.
Ziel: Las Vegas
Las Vegas ist der harte Kontrast zur Wüste: Hotels, Casinos, Shows, Restaurants und der Strip. Nach der Fahrt lohnt sich oft erst einmal ein ruhiger Check-in, bevor du dich ins Abendprogramm stürzt.
Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, prüfe Parkgebühren deines Hotels und plane Wege auf dem Strip nicht zu knapp. Zu Fuß wirkt vieles näher, als es tatsächlich ist.
Start: Las Vegas
Von Las Vegas nach Los Angeles ist die größte Gefahr nicht die Wüste, sondern Rückreiseverkehr. Besonders sonntags, montags nach Feiertagen und nach langen Wochenenden kann die I-15 Richtung Südkalifornien sehr zäh werden.
1. Etappe:Las Vegas nach Baker
Die Strecke bis Baker ist landschaftlich offen und meist unkompliziert, solange der Verkehr läuft. Wenn du Stopps wie Primm oder Zzyzx einbauen willst, mach sie bewusst und nicht aus Langeweile.
2. Etappe:Baker nach Barstow
Zwischen Baker und Barstow ist die Landschaft weit und trocken. Wenn du Mojave National Preserve oder Calico ernsthaft einbauen willst, brauchst du Zeit. Für eine Rückfahrt nach Los Angeles sind diese Stopps oft eher Bonus als Pflicht.

3. Etappe:Barstow nach Los Angeles
Ab Barstow wird die Route wieder stärker vom Verkehr geprägt. Cajon Pass, Inland Empire und die Zufahrten nach Los Angeles können gut laufen oder viel Geduld verlangen. Plane nicht so, als wäre Los Angeles ab Barstow schon „fast da“.
Ziel: Los Angeles
Los Angeles ist kein einzelner Zielpunkt. Ob du nach Santa Monica, Hollywood, Downtown, LAX oder Anaheim musst, verändert die letzte Stunde deutlich. Lege dein Navi früh auf das tatsächliche Ziel und plane Parken oder Check-in nicht zu eng.