Heute zeigt sich die Natur von ihrer ganz besonderen Seite: Ich starte im Petrified Forest mit Millionen Jahre alten Baumstämmen, bestaune historische Inschriften in einem riesigen Sandsteinmassiv am El Morro und wandere am Nachmittag durch ein Lavafeld bis hin zu einer echten Eishöhle. Der Kontrast könnte kaum größer sein – genau das macht diesen Roadtrip so faszinierend.
Heute steht einiges auf dem Programm – Natur pur, geologische Highlights und viel Geschichte. Ich starte früh – so früh, dass ich als Erster am Tor des Petrified Forest National Park stehe. Die Sonne geht gerade auf, das Tor ist noch verschlossen, aber nach wenigen Minuten öffnet sich das Gelände und ich bin der erste Besucher des Tages.
Der Petrified Forest ist ein Ort, der fast surreal wirkt. Millionen Jahre alte, versteinerte Bäume liegen hier über weite Flächen verteilt – bunt gefärbt durch Mineralien wie Eisen, Mangan und Quarz. Das Ergebnis: Steinblöcke in rot, gelb, blau, lila – als wären Baumstämme in Farbe getaucht und dann in Stein verwandelt worden.
Am Rainbow Forest Museum & Visitor Center mache ich den ersten Halt und starte eine kurze Wanderung hinter dem Gebäude. Der Giant Logs Trail führt durch eines der eindrucksvollsten Felder versteinerter Baumstämme – darunter auch der „Old Faithful“, ein massiver Stamm mit erstaunlicher Struktur.
Tauche ein in die prähistorische Welt des Petrified Forest Nationalparks. Erkunde die beeindruckenden versteinerten Bäume, wandere durch die farbenfrohe Painted Desert und entdecke die archäologischen Schätze in einer der faszinierendsten Landschaften Arizonas.
Entlang des Parks gibt es mehrere Aussichtspunkte und kurze Trails. Ein echtes Highlight ist der Blue Mesa Trail – ein Rundweg, der durch ein Badlands-ähnliches Gebiet mit blauen, grauen und lila Felsformationen führt. Die Farben wirken je nach Lichtstimmung völlig unterschiedlich – manchmal pastellig, manchmal intensiv. Der Weg schlängelt sich durch die Hügel und bietet jede Menge Fotospots.
Ich halte noch an mehreren Punkten, mache kurze Stopps und genieße die Weite. Was den Park so besonders macht: Die Kombination aus geologischer Geschichte, bizarren Formen und Farben, der völligen Ruhe – und dem Gefühl, durch eine uralte Landschaft zu gehen, die wie von einem anderen Planeten wirkt.
Am späten Vormittag geht’s weiter nach Osten – zum El Morro National Monument. Schon von Weitem erhebt sich der massive Sandsteinfelsen über das flache Umland. Der Ort war früher eine wichtige Wasserstelle für spanische Entdecker und indigene Völker. Bis heute sind tausende Inschriften, Symbole und historische Markierungen in den Fels geritzt – einige davon über 400 Jahre alt.
Ich wandere den Headland Trail bis hinauf aufs Felsplateau. Der Weg führt an archäologischen Überresten vorbei und bietet fantastische Ausblicke auf die umliegende Landschaft. Wichtig: Man darf den ausgewiesenen Weg hier nicht verlassen – nicht nur wegen des Naturschutzes, sondern weil viele archäologisch sensible Zonen direkt unter der Oberfläche liegen.
Das El Morro National Monument in New Mexico bietet eine faszinierende Kombination aus Geschichte und Natur. Seit Jahrhunderten dient der massive Sandsteinfelsen als Rastplatz für Reisende, die hier ihre Spuren hinterlassen haben.
Nächste Etappe: El Malpais National Monument – genauer gesagt, ein Stopp bei den Ice Caves und dem Bandera Vulkan. Dieser Teil des Parks ist privat geführt (Zutritt gegen Eintritt), aber absolut lohnenswert.
Ich beginne mit einer kurzen Wanderung durch das Lavafeld – erstarrte schwarze Lava, verdrehte Strukturen, zerklüftete Risse. Dann geht’s bergauf zum Bandera Crater, einem ruhenden Vulkan, dessen Kraterrand heute mit Bäumen bewachsen ist. Von oben hat man eine tolle Sicht über die weite Vulkanlandschaft.
Der krönende Abschluss: ein Abstieg zur Ice Cave, einer Höhle mit einer dauerhaft gefrorenen Eisfläche am Boden – mitten in der Wüste! Durch die geologische Formation bleibt die Temperatur dort ganzjährig unter dem Gefrierpunkt. Als ich die Stufen hinuntersteige, schlägt mir ein eisiger Luftzug entgegen – ein überraschendes, fast magisches Erlebnis.
Obwohl ich schon einiges gesehen habe, fahre ich noch etwa 1,5 Stunden weiter bis nach Albuquerque. Der Gedanke: Morgen früh direkt in der Stadt starten zu können. Ich bin müde, aber zufrieden – ein Tag voller Gegensätze: von heißen Wüstenpfaden über versteinertes Holz bis hin zu einer Eishöhle in der Lavazone.
Afflilate
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