Das Bears Ears National Monument ist kein klassischer Park mit Eingangsstation und Rundweg. Es ist eine weitläufige, abgelegene Kulturlandschaft im Südosten Utahs, verwaltet von BLM und U.S. Forest Service gemeinsam mit der Bears Ears Commission. Für viele indigene Nationen sind die Bears Ears Buttes und die umliegenden Canyons heilige und bis heute bedeutende Orte. Seit einer Grenzänderung vom 13. Juli 2026 umfasst das Monument laut BLM rund 380.759 Acres.
Für Reisende bedeutet das: Bears Ears kann großartig sein, aber es verlangt Vorbereitung und Respekt. Viele Ziele liegen an Dirt Roads, manche Bereiche brauchen Permits, und archäologische Stätten sind empfindlich. Wer nur schnell ein Foto machen möchte, ist bei Natural Bridges oder Monument Valley einfacher unterwegs. Wer sich Zeit nimmt, bekommt eine der eindrucksvollsten Landschaften des Südwestens.
Was du 2026 vor dem Besuch wissen solltest
Bears Ears ist kein klassisches National Monument mit Eingangsstation, Shuttle und einfachen Rundwegen. Es ist eine weitläufige Kulturlandschaft im Südosten Utahs. Der Resource Management Plan trat 2025 in Kraft; am 13. Juli 2026 wurde die Monumentgrenze erneut geändert. Das BLM nennt aktuell rund 380.759 Acres und kennzeichnet ältere Karten ausdrücklich als Stand vor 2026. Verwaltet wird das Gebiet von BLM und U.S. Forest Service gemeinsam mit der Bears Ears Commission, die fünf Tribes repräsentiert.
Für Reisende heißt das: Erst Ziel wählen, dann Route planen. House on Fire, Cedar Mesa, Comb Ridge, Indian Creek, die Bears Ears Buttes und abgelegenere Canyons sind sehr unterschiedliche Besuche. Viele Wege führen über Dirt Roads, bei Nässe können sie unpassierbar werden. Für Tageswanderungen in Cedar Mesa und Comb Ridge ist ein Day Hiking Pass nötig; Backpacking und Moon House haben eigene Permits.
Noch wichtiger ist der Umgang mit Kulturstätten. Nicht anfassen, nicht betreten, nicht auf Mauern klettern, keine Scherben bewegen, nichts mitnehmen und sensible Orte nicht mit genauen Koordinaten öffentlich verbreiten. Bears Ears ist landschaftlich stark, aber vor allem kulturell sensibel.
Bears Ears National Monument ist ein heiliger und geschichtsträchtiger Ort, der sich über den Südosten Utahs erstreckt. Der Name des Monuments stammt von den zwei markanten Buttes, die wie Bärenohren aus der Wüstenlandschaft herausragen und für die indigenen Völker der Region von großer spiritueller Bedeutung sind. Das Gebiet umfasst tiefe Canyons, massive Sandsteinformationen, antike Felszeichnungen und Klippenwohnungen. Es ist ein Ort, an dem Natur und Kultur eng miteinander verbunden sind.
Orientierung im Monument
Das Bears Ears National Monument erstreckt sich über ein großes Gebiet im Südosten Utahs und umfasst sehr unterschiedliche Landschaften und Kulturstätten. Geeignete Basisorte sind Blanding, Bluff, Monticello und Mexican Hat. Die Highways 191, 211, 95, 261 und 163 erschließen verschiedene Teile des Monuments; sie bilden keinen zusammenhängenden Parkrundkurs. Welche Basis passt, hängt deshalb vom konkreten Ziel ab.
Das Monument ist nach den beiden markanten Felsformationen benannt, den Bears Ears Buttes, die das Zentrum des Gebiets darstellen. Diese Buttes sind ein spiritueller und kultureller Orientierungspunkt für die indigenen Völker, darunter die Navajo, Hopi, Ute und Zuni, die diese Region seit Jahrtausenden bewohnen. Neben den Buttes gibt es im Monument unzählige archäologische Stätten, die von der langen Geschichte der Ureinwohner zeugen.

Highlights
Wanderungen
Arch Canyon Trail, Bears Ears National Monument
Der **Arch Canyon Trail** folgt der Road beziehungsweise dem Wash so weit in den zwölf Meilen langen Canyon, wie Zeit, Wetter und Kondition es erlauben. Dadurch ist er keine feste 19,3-Kilometer-Tageswanderung. Im Canyon sind Bögen, hängende Gärten und Kulturstätten zu sehen. Wasser aus dem Creek muss behandelt werden; Wände, Felsbilder und Strukturen bleiben unberührt.House on Fire Trail, Bears Ears National Monument
Der **House on Fire Trail** führt rund eine Meile durch den South Fork of Mule Canyon zu einer der bekanntesten Kulturstätten im Monument. Bei passendem Licht wirkt der Fels über den Granaries wie Flammen. Für die Tageswanderung ist ein Cedar-Mesa-Day-Hiking-Pass nötig. Der Ort ist empfindlich: auf bestehenden Wegen bleiben, nichts berühren und keine Strukturen betreten.Moon House, Bears Ears National Monument
Moon House ist kein spontaner Ersatz für House on Fire. Der Zugang quert den Canyon und enthält eine ungefähr 1,5 Meter hohe Kletterstelle. Pro Tag sind nur 20 private Besucher zugelassen; dafür ist ein datumsgebundenes Permit erforderlich, das über Recreation.gov reserviert wird.Lage & Anfahrt
Das Bears Ears National Monument liegt im Südosten Utahs und wird je nach Ziel über die Highways 191, 211, 95, 261 oder 163 erreicht. Für Cedar Mesa und House on Fire sind Blanding oder Bluff praktische Basen; Indian Creek liegt näher an Monticello und dem Canyonlands-Zugang über Highway 211. Öffentliche Verkehrsmittel erschließen die verstreuten Trailheads nicht.
Abseits der Highways ändern Regen und Flash Floods den Zustand unbefestigter Straßen schnell. Lade Karten offline, starte mit vollem Tank und nimm ausreichend Wasser mit. Das BLM empfiehlt als Mindestwert eine Gallone pro Person und Tag und weist darauf hin, dass natürliche Wasserstellen unzuverlässig sein können.
Übernachten
Das Bears Ears National Monument bietet keine zentrale Unterkunftsstruktur wie ein Nationalpark. In Blanding, Bluff und Monticello findest du Hotels, Motels, Campgrounds und Versorgung. Innerhalb des Monuments nennt das BLM fünf etablierte Campgrounds: Creek Pasture, Hamburger Rock und Superbowl in Indian Creek sowie Comb Wash und Sand Island im Süden.
Die normalen Stellplätze kosten derzeit 15 US-Dollar pro Nacht; Comb Wash ist kostenlos. Nur Gruppensites lassen sich vorab reservieren, die übrigen Plätze werden nach Ankunft vergeben. Dispersed Camping ist nur auf bereits gestörten Flächen zulässig: keine neuen Plätze oder Feuerstellen anlegen, nicht abseits ausgewiesener Routen fahren und sämtlichen Müll wieder mitnehmen. Prüfe zusätzlich aktuelle Fire Restrictions.
Umgebung des Monuments
Die Umgebung des Bears Ears National Monuments bietet ebenfalls interessante Ziele. Ein Highlight ist der Natural Bridges National Monument, das etwa eine Stunde Fahrt entfernt liegt und massive natürliche Brücken aus Stein zeigt. Auch der nahegelegene Monument Valley ist ein weltbekannter Ort mit beeindruckenden Felsformationen, die in vielen Filmen zu sehen sind.
Gründe
Gründe, warum du das Bears Ears National Monument besuchen solltest:
- Die beeindruckenden Bears Ears Buttes und die majestätischen Felsformationen in der Wüstenlandschaft erkunden.
- Wanderungen durch Canyons unternehmen und archäologische Stätten wie Petroglyphen und alte Klippenwohnungen entdecken.
- Die reiche Geschichte und Kultur der indigenen Völker erleben, die das Gebiet über Jahrtausende bewohnt haben.
- Abgelegene Canyons bewusst und vorbereitet erleben, ohne fehlende Infrastruktur mit unberührter oder bedeutungsleerer Wildnis zu verwechseln.
- Wanderungen wie den Arch Canyon Trail oder den Weg zur House on Fire-Fundstelle nur mit Rücksicht auf Wetter, Untergrund und geschützte Kulturstätten planen.
Tipps für das Bears Ears National Monument
Vorher entscheiden, wohin du willst: Bears Ears ist riesig. House on Fire, Cedar Mesa, Indian Creek, Comb Ridge und die Bears Ears Buttes sind sehr unterschiedliche Ziele.
Dirt Roads ernst nehmen: Nach Regen können Straßen schnell unpassierbar werden. Nicht jede Mietwagenversicherung deckt unbefestigte Wege.
Permits konkret prüfen: Tageswanderungen in Cedar Mesa und Comb Ridge brauchen einen Day Hiking Pass. Für Backpacking und Moon House gelten eigene Permits.
Kulturstätten nicht berühren: Nicht klettern, nichts anfassen, keine Scherben bewegen, keine GPS-Koordinaten sensibler Orte öffentlich teilen.
Basis nach Ziel wählen: Blanding und Bluff passen gut für Cedar Mesa; Monticello liegt günstiger für Indian Creek.
Aktuelle Grenze verwenden: Karten mit dem Hinweis „pre-2026 boundaries“ zeigen nicht die seit dem 13. Juli 2026 geltende Monumentgrenze.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für das Bears Ears National Monument?
Am besten sind Frühling und Herbst. Im Sommer wird es heiß und Gewitter können Dirt Roads problematisch machen. Im Winter sind Nächte kalt, höher gelegene Abschnitte können matschig, verschneit oder unpassierbar sein.
Welche Aktivitäten kann man im Bears Ears National Monument unternehmen?
Wandern, Backcountry-Fahrten, Camping, Canyons, Aussichtspunkte und der Besuch archäologischer Stätten sind möglich. Viele Ziele sind aber abgelegen und erfordern genaue Vorbereitung.
Kann man im Bears Ears National Monument wandern?
Ja, aber die Wege sind sehr unterschiedlich. Für Tageswanderungen in Cedar Mesa und Comb Ridge ist ein Day Hiking Pass nötig; Backpacking und Moon House benötigen eigene Permits. Prüfe außerdem Wetter und Straßenzustand.
Wie erreiche ich das Bears Ears National Monument?
Gute Basen sind Blanding, Bluff und Monticello. Die Highways 191, 211, 95, 261 und 163 erschließen unterschiedliche Teile der Region, aber viele eigentliche Ziele liegen an Nebenstraßen oder Dirt Roads.
Gibt es Besucherzentren im Bears Ears National Monument?
Es gibt kein klassisches großes Park-Visitor-Center wie in einem Nationalpark. Informationen bekommst du über BLM, lokale Field Offices, Karten und je nach Ziel über Permit- oder Rangerinformationen.








