Ausgangspunkt Phoenix oder Las Vegas
Du kannst diese Runde in Phoenix oder Las Vegas starten. Phoenix passt gut, wenn du Sedona am Anfang entspannt einbauen möchtest. Las Vegas ist oft günstiger für Mietwagen und Flüge und funktioniert besser, wenn du Zion, Bryce und Moab zuerst ansteuern willst.
Für Erstbesucher ist die Richtung Phoenix - Sedona - Grand Canyon - Page - Monument Valley - Moab - Capitol Reef - Bryce - Zion - Las Vegas sehr logisch: Die Route steigert sich gut, vermeidet unnötige Schleifen und endet mit einer einfachen Rückgabe in Las Vegas.
Zwei gute Tore zum Südwesten
Phoenix bringt dich direkt nach Arizona und Sedona. Las Vegas ist der entspannte Abschluss der Runde und zugleich eine flexible Alternative für den Start.
Welche Variante passt zu dir?
Die große Runde lässt sich je nach Zeit, Wanderschwerpunkt und Reisetempo sinnvoll anpassen.
- 12 Tage: Machbar, aber straff. Du bekommst die große Runde, hast aber in vielen Parks nur einen kompakten ersten Eindruck.
- 14 Tage: Deutlich besser, weil du je einen Puffer in Moab und Zion einbauen kannst. Genau dort entstehen die meisten "wir bleiben doch länger"-Momente.
- 10 bis 11 Tage: Streiche Monument Valley oder fahre von Page direkt nach Moab. Alternativ startest und endest du in Las Vegas und lässt Phoenix/Sedona weg.
- Mehr Wandern: Zusatztage in Sedona, Moab, Zion und Grand Canyon bringen am meisten. Page lohnt sich zusätzlich, wenn du Antelope Canyon, Horseshoe Bend, Lake Powell und Glen Canyon Dam ruhiger kombinieren willst.
Tag1Etappe 1Ankunft in Phoenix, Arizona
Nach dem Flug reicht meistens ein ruhiger Start: Mietwagen übernehmen, Wasser und Snacks kaufen, Offlinekarten laden und nicht zu viel in den Abend packen. Phoenix ist groß, heiß und nach einem Langstreckenflug selten der Ort, an dem du noch eine lange Stadtrunde brauchst.
Wenn du Zeit hast, passen Desert Botanical Garden, Old Town Scottsdale oder ein kurzer Aussichtspunkt wie Dobbins Lookout. Für die Route wichtiger ist aber, dass du am nächsten Morgen früh Richtung Sedona loskommst.
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Weiter nachSedonaZiel ansehen Tag2Etappe 2Sedona, Arizona
Auf dem Weg nach Sedona lohnt sich Montezuma Castle National Monument als kurzer, gut planbarer Stopp. Sedona selbst ist landschaftlich stark, aber oft voll. Plane deshalb nicht nur nach Wunschliste, sondern nach Parkplatzlogik.
Gute erste Ziele sind Chapel of the Holy Cross, Bell Rock, Cathedral Rock Viewpoints oder ein später Spaziergang am Airport Mesa. Für richtige Wanderungen brauchst du frühe Starts und genug Wasser.
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Weiter nachGrand Canyon National ParkZiel ansehen Tag3Etappe 3Grand Canyon National Park, Arizona
Von Sedona zum Grand Canyon kannst du über Flagstaff fahren. Slide Rock State Park ist schön, aber im Sommer schnell voll und kostet Zeit. Wenn du zum ersten Mal am South Rim bist, sollte der Grand Canyon selbst Vorrang haben.
Am South Rim reichen für den ersten Tag Mather Point, Yavapai, Rim Trail und je nach Zeit Desert View Drive. Für Wanderungen unter den Rand gilt: Plane den Rückweg konservativ. Der Canyon ist kein Ort für spontane „nur noch ein Stück“-Entscheidungen.
Im Sommer 2026 sind am South Rim mehrere kostenlose Shuttle-Routen unterwegs. Besonders wichtig: Hermit Road ist vom 1. März bis 30. November für private Fahrzeuge geschlossen; du erreichst die Aussichtspunkte dann per Shuttle, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wenn du am South Rim übernachtest, wird Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang deutlich einfacher.
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Weiter nachPageZiel ansehen Tag4Etappe 4Page, Arizona
Die Fahrt nach Page führt idealerweise über den Desert View Drive. Der Desert View Watchtower ist ein guter letzter Grand-Canyon-Stopp, bevor die Landschaft offener wird.
Page ist vor allem Basis für Antelope Canyon, Horseshoe Bend, Lake Powell und Glen Canyon Dam. Antelope Canyon geht nur mit geführter Tour; zusätzlich zu den Tourkosten fällt eine Navajo-Parkgebühr an. Die schönsten Zeiten sind schnell ausgebucht und schlechtes Wetter kann Touren kurzfristig stoppen.
Horseshoe Bend ist einfach zu erreichen, kostet aber Parkgebühr und ist bei Mittagssonne oft unangenehm grell und heiß. Sonnenaufgang oder später Nachmittag sind angenehmer, auch wenn du dann immer noch mit vielen Besuchern rechnen musst.
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Weiter nachMonument ValleyZiel ansehen Tag5Etappe 5Monument Valley, Arizona/Utah
Monument Valley liegt auf Navajo-Land und funktioniert anders als ein Nationalpark. Der America-the-Beautiful-Pass gilt nicht. Nach aktueller Navajo-Parks-Angabe kostet der Eintritt 10 USD pro Person; für den Scenic Drive kommt eine Fahrzeuggebühr hinzu. Die Zeiten unterscheiden sich nach Saison, im Sommer ist der Scenic Drive länger geöffnet als im Winter, aber die letzte Einfahrt liegt deutlich vor Schließung.
Der 17-mile Loop Drive ist unbefestigt, sandig und nach Regen oder während der Monsunzeit ruppig. Motorräder und RVs sind auf dem Loop Drive nicht erlaubt. Wenn du ein normales Mietauto hast, fahre defensiv oder nimm eine geführte Tour.
Unterwegs kann Navajo National Monument ein sinnvoller Stopp sein. Für den Abend lohnt sich eine Unterkunft mit Blick auf die Buttes, wenn das Budget es zulässt. Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind hier der eigentliche Grund für die Übernachtung.
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Weiter nachMoabZiel ansehen Tag6Etappe 6Nach Moab, Utah
Zwischen Monument Valley und Moab kannst du Mexican Hat, Goosenecks State Park und je nach Fahrzeug den Moki Dugway einbauen. Der Moki Dugway ist unbefestigt und nicht für jedes Wetter oder jeden Mietwagen sinnvoll.
Moab ist eine der wichtigsten Basen der gesamten Route. Unterkunft, Camping und Touren solltest du in der Hauptsaison früh buchen. Wenn du spät ankommst, reicht ein kurzer Spaziergang in Downtown Moab und ein Plan für den nächsten Morgen.
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Weiter nachArches National ParkZiel ansehen Tag7Etappe 7Arches National Park, Utah
Arches ist nah an Moab, aber nicht automatisch entspannt. Parkplätze an Delicate Arch, Devils Garden und Windows Section sind die Engstellen. 2026 gibt es nach aktuellem Stand keine allgemeine Timed-Entry-Pflicht; der Park kann Fahrzeuge aber bei Überfüllung am Eingang umleiten. Frühes oder spätes Ankommen bleibt deshalb der beste Trick.
Für einen ersten Besuch sind Park Avenue, Balanced Rock, Windows Section und Delicate Arch die stärkste Kombination. Devils Garden lohnt sich, wenn du wirklich wandern möchtest.
Nimm Wasser ernst: Der Park empfiehlt mindestens 1 Gallone / 4 Liter pro Person und Tag. Schatten ist selten, und auch kurze Trails fühlen sich bei Hitze schnell länger an.
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Weiter nachCanyonlands National ParkZiel ansehen Tag8Etappe 8Canyonlands National Park und Dead Horse Point
Für eine klassische Route ab Moab ist Island in the Sky der logischste Canyonlands-Bezirk. Mesa Arch, Green River Overlook und Grand View Point lassen sich gut mit Dead Horse Point State Park kombinieren.
The Needles ist großartig, aber deutlich weiter weg und eher ein eigener Tag. The Maze gehört nicht in eine normale Erstbesucher-Route.
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Weiter nachCapitol Reef National ParkZiel ansehen Tag9Etappe 9Capitol Reef National Park, Utah
Die Fahrt von Moab nach Capitol Reef lässt sich mit Goblin Valley verbinden. Wenn du Goblin Valley einbaust, starte früh, sonst wird Capitol Reef schnell zum kurzen Abendstopp.
In Capitol Reef sind Fruita, Scenic Drive, Grand Wash und Capitol Gorge die wichtigsten Ziele. Übernachten in Torrey ist praktisch, weil du nah am Park bist und trotzdem Restaurants und Motels hast.
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Weiter nachBryce Canyon National ParkZiel ansehen Tag10Etappe 10Bryce Canyon National Park, Utah
Zwischen Capitol Reef und Bryce Canyon liegt mit dem Scenic Byway 12 einer der besten Straßenabschnitte im Südwesten. Plane Zeit ein: Escalante, Boulder Mountain und kleine Aussichtspunkte sind mehr als nur Durchfahrt.
Am Bryce Canyon sind Sunrise Point, Sunset Point, Navajo Loop und Queen's Garden die Klassiker. Der Park liegt hoch, deshalb können Temperatur und Wetter deutlich anders sein als in Moab oder Page.
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Weiter nachZion National ParkZiel ansehen Tag11Etappe 11Zion National Park, Utah
Auf dem Weg nach Zion lohnt sich Red Canyon als kurzer Stopp. In Zion selbst entscheidet die Logistik über den Tag: Shuttle im Hauptcanyon, Parken in Springdale oder am Visitor Center, Angels-Landing-Permit, Wettercheck für The Narrows.
Für Angels Landing brauchst du ein Permit, sobald du ab Scout Lookout auf den Kettenabschnitt weitergehst. Scout Lookout selbst ist ohne Permit möglich und für viele Reisende die bessere Alternative. Für den Shuttle brauchst du keine Reservierung, aber in der Saison musst du mit Warteschlangen rechnen. Für Zion lohnt sich fast immer ein Zusatztag.
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Weiter nachLas VegasZiel ansehen Tag12Etappe 12Rückfahrt nach Las Vegas
Von Zion nach Las Vegas kannst du Valley of Fire oder Red Rock Canyon ergänzen, wenn du noch Energie hast. Nach elf intensiven Tagen ist aber auch ein direkter, entspannter Abschluss sinnvoll.
Hoover Dam passt besser als separater Halbtagesausflug ab Las Vegas oder auf einer Route über Kingman/Boulder City. Wenn du ihn einbaust, plane Parken und Sicherheitskontrollen mit ein.
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Rückgabe und Rückflug ab Las Vegas
Wenn dein Rückflug früh geht, bleib die letzte Nacht in Las Vegas. Nach dieser Route ist ein Puffer kein Luxus: Du vermeidest Stress bei Mietwagenrückgabe, Gepäck, Stadtverkehr und möglichen Verzögerungen.
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Alle Etappen auf einen Blick
| Tag | Ziel | Kilometer | Reine Fahrzeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Ankunft in Phoenix, AZ | 10 km | ca. 10 Min. |
| 2 | Sedona, AZ | 190 km | ca. 2 Std. |
| 3 | Grand Canyon South Rim, AZ | 115 km | ca. 2 Std. |
| 4 | Page, AZ | 195 km | ca. 2,5 Std. |
| 5 | Monument Valley, AZ/UT | 200 km | ca. 3 Std. |
| 6 | Moab, UT | 230 km | ca. 3,5 Std. |
| 7 | Arches National Park | 10 km | Parkfahrten zusätzlich |
| 8 | Canyonlands / Dead Horse Point | 50 km | je nach Kombination |
| 9 | Capitol Reef / Torrey | 160 km | ca. 3,5–4 Std. |
| 10 | Bryce Canyon | 180 km | mind. 3 Std. |
| 11 | Zion National Park | 140 km | ca. 2–2,5 Std. |
| 12 | Las Vegas, NV | 240 km | ca. 3 Std. |
| Gesamt | ca. 1.720 km | ohne Stopps und Parkfahrten |
Für die Feinplanung wichtig
- Die Kilometer wirken überschaubar, aber Stopps, Parkplätze, Shuttle, Fotopausen und Hitze kosten Zeit.
- Für Antelope Canyon, Monument-Valley-Touren, Angels Landing und beliebte Lodges solltest du früh reservieren.
- Im Sommer sind frühe Starts wichtiger als lange Tagespläne.
- Im Winter sind Bryce Canyon, Grand Canyon und höhere Pässe wetteranfälliger.
Wissenswertes zur Route
Die beste Reisezeit ist meist April bis Mai oder September bis Oktober. Im Sommer sind Page, Moab, Valley of Fire und Zion sehr heiß; im Winter können Bryce Canyon und Grand Canyon Schnee oder Eis haben.
Für die Hauptroute reicht ein normaler Mietwagen. Hohe Bodenfreiheit brauchst du nur, wenn du bewusst unbefestigte Strecken wie Moki Dugway, bestimmte Backroads oder Offroad-Touren einplanst. Lies dann unbedingt die Mietwagenbedingungen.
Reservierungen sind der größte Unterschied zu älteren Roadtrip-Plänen: Angels Landing braucht ein Permit, Antelope Canyon eine Tour, Monument Valley folgt Navajo-Regeln, und beliebte Unterkünfte in Moab, Zion, Grand Canyon und Monument Valley sind schnell teuer oder ausgebucht.
Rechne bei dieser Route außerdem mit mehreren getrennten Zahlungssystemen: Nationalparks, State Parks, Navajo Tribal Parks, Stadtparkplätze, private Touranbieter und Hotels mit teils sehr unterschiedlichen Stornoregeln. Eine einfache Tabelle vor der Buchung spart später Ärger.
Fazit
Dieser Südwest-Roadtrip funktioniert am besten, wenn du ihn nicht als Liste von Sehenswürdigkeiten verstehst, sondern als Abfolge sinnvoller Entscheidungen. Wo brauchst du einen frühen Start? Wo lohnt ein Zusatztag? Wo ist ein Stopp nur schön auf der Karte, aber zu viel für den Tag?
Mit 12 Tagen bekommst du die große Runde hin. Mit 14 Tagen wird sie deutlich besser. Wenn du gerne wanderst, investiere die Zusatztage in Moab und Zion.