Der Yosemite National Park ist der große Kalifornien-Klassiker – und gerade deshalb leicht falsch zu planen. Yosemite Valley, El Capitan, Half Dome und die Wasserfälle liegen vergleichsweise kompakt; Mariposa Grove, Glacier Point und die Tioga Road gehören dagegen zu anderen Parkbereichen und kosten zusätzliche Fahrzeit. Entscheidend ist nicht, alle Namen auf eine Liste zu setzen, sondern aus Reisezeit und verfügbaren Tagen eine Route zu bauen, die auch bei Verkehr und Parkplatzsuche funktioniert.
Allgemeine Infos
Der Yosemite National Park liegt in der Sierra Nevada in Kalifornien und gehört zu den bekanntesten Nationalparks der USA. Berühmt ist er vor allem für das Yosemite Valley mit El Capitan, Half Dome, Yosemite Falls und Bridalveil Fall. Wer nur einen Tag Zeit hat, wird fast automatisch hier landen.
Der Park ist aber deutlich größer als das Valley. Mariposa Grove mit seinen Riesenmammutbäumen, Glacier Point mit Blick auf Half Dome und die Tioga Road mit Tuolumne Meadows zeigen ganz andere Seiten von Yosemite. Vom Valley bis Tuolumne Meadows nennt der NPS unter guten Bedingungen etwa 1,5 Stunden ohne Stopps. Verteile deshalb zuerst deine Tage auf Parkbereiche und wähle erst danach einzelne Sehenswürdigkeiten aus.
2026 ist nach aktuellem Stand keine allgemeine Einfahrtsreservierung für Yosemite nötig. Das macht die Planung einfacher, ersetzt aber keine Reservierung für Unterkunft, Campingplatz, Wilderness Permit oder Half Dome. Gerade von April bis Oktober bleibt Yosemite sehr voll, und frühes Ankommen spart oft mehr Nerven als jede perfekte Tagesroute.
Wie viele Tage brauchst du für Yosemite?
| Zeit | Sinnvoller Schwerpunkt | Bewusster Verzicht |
|---|---|---|
| Ein Tag | Yosemite Valley mit Tunnel View, Valley Loop, Wasserfällen und El Capitan Meadow | keine Tioga Road und kein hastiger Abstecher zu jedem Außenbereich |
| Zwei Tage | Valley plus Glacier Point oder Mariposa Grove | Tioga Road nur, wenn sie ohnehin Teil der Weiterreise ist |
| Drei Tage | Valley, südlicher Parkbereich und Tioga Road beziehungsweise ein längerer Trail | nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln |
| Vier Tage | entspannte Kombination mit Wanderung, High Country oder einem ruhigeren Parkbereich | keine zusätzliche Pflichtliste nötig |
Yosemite an einem Tag: eine realistische Route
- Früh ins Yosemite Valley fahren und das Auto nach Möglichkeit für den Tag abstellen.
- Lower Yosemite Fall und Cook's Meadow als leichte Orientierung verbinden.
- El Capitan Meadow oder Valley View für einen anderen Blick auf die Granitwände ergänzen.
- Tunnel View passend zur Zufahrt oder auf der Rückfahrt einbauen.
- Nur einen größeren Zusatz wählen: kurzer Trail, mehr Zeit am Merced River oder ein längerer Shuttle-Stopp.
Glacier Point, Mariposa Grove und Tioga Road sind keine „noch schnell“-Ziele für denselben ersten Tag. Wer sie zusätzlich einplant, verbringt einen erheblichen Teil des Besuchs im Auto.
Lage & Anfahrt
Wie du den Yosemite National Park erreichst
Der Yosemite National Park befindet sich in der Sierra Nevada im zentralen Kalifornien. Häufige Ausgangspunkte sind San Francisco, Sacramento, Los Angeles, Fresno oder eine Route aus Richtung Death Valley und Eastern Sierra.
Mit dem Auto gibt es mehrere wichtige Zufahrten:
- Highway 140 / Arch Rock Entrance: gute Zufahrt aus Richtung Merced und Mariposa, direkt ins Yosemite Valley.
- Highway 41 / South Entrance: sinnvoll aus Richtung Fresno und Oakhurst, außerdem nahe am Mariposa Grove.
- Highway 120 West / Big Oak Flat Entrance: häufige Route aus Richtung San Francisco, Manteca und Groveland.
- Highway 120 East / Tioga Pass Entrance: spektakuläre Hochgebirgsroute aus Richtung Lee Vining, Mono Lake oder Death Valley, aber nur saisonal geöffnet.

Im Yosemite Valley fahren kostenlose Shuttlebusse. Die Valleywide Route verbindet viele Lodges, Campgrounds, Services und Trailheads; die East Valley Route fährt besonders häufig im östlichen Valley. Für Mariposa Grove gibt es saisonal einen eigenen Shuttle vom Welcome Plaza nahe dem South Entrance.
Eintritt
Der Eintritt in den Yosemite National Park ist kostenpflichtig. Die Eingänge akzeptieren nach aktuellem Stand Kreditkarte, Debitkarte oder mobile Zahlung, aber kein Bargeld. Die wichtigsten Gebühren:
- Privates Fahrzeug: $35, gültig für sieben aufeinanderfolgende Tage.
- Motorrad: $30, gültig für sieben aufeinanderfolgende Tage.
- Fußgänger, Fahrrad, Pferd oder Anreise ohne privates Fahrzeug: $20 pro Person ab 16 Jahren.
- Yosemite Annual Pass: $70, nach NPS-Angabe für US-Bürger und Residents.
- America the Beautiful Pass: 2026 $80 für US-Residents und $250 für Non-US-Residents.
- Nonresident Fee: Non-US-Residents ab 16 Jahren zahlen in Yosemite zusätzlich $100 pro Person, sofern sie nicht mit einem passenden Jahrespass abgedeckt sind.
Für 2026 ist nach Angaben des National Park Service keine allgemeine Einfahrtsreservierung erforderlich. Plane trotzdem früh: Unterkünfte, Campingplätze, Wilderness Permits und Half Dome Permits sind separate Reservierungen und oft sehr schnell ausgebucht.
Highlights
Wofür der Yosemite National Park bekannt ist
Yosemite ist groß, aber viele Erstbesucher konzentrieren sich auf einige zentrale Bereiche. Diese Highlights solltest du je nach Reisezeit und verfügbarer Zeit priorisieren:

Aktivitäten
Yosemite ist ein Wander- und Aussichtspunkt-Park, aber nicht jede Aktivität passt zu jeder Jahreszeit. Plane realistisch und rechne in der Hauptsaison mit Zeitverlust durch Verkehr, Parkplatzsuche und Shuttlewartezeiten.
- Wandern: Von kurzen Wegen wie Lower Yosemite Fall oder Cook's Meadow bis zu anspruchsvollen Touren wie Mist Trail, Yosemite Falls Trail oder Half Dome gibt es sehr unterschiedliche Optionen. Für Half Dome brauchst du bei aufgestellten Kabeln ein Permit.
- Klettern: Der Yosemite National Park ist weltweit für seine erstklassigen Klettermöglichkeiten bekannt. Die beeindruckenden Granitfelsen wie El Capitan und Half Dome ziehen Kletterer aus der ganzen Welt an. Anfänger können Kletterkurse in der Nähe des Yosemite Valley besuchen, während erfahrene Kletterer ihr Können an den berühmten Wänden testen können.
- Radfahren: Im Yosemite Valley gibt es asphaltierte Radwege, die eine gute Alternative zum Auto sind. Besonders an vollen Tagen kann ein Fahrrad entspannter sein als der nächste Parkplatzwechsel.
- Wildwasser-Rafting: Rafting und River-Aktivitäten hängen stark von Wasserstand, Saison und Sicherheitslage ab. Im Frühjahr und Frühsommer führen Merced River und Nebenflüsse oft viel Wasser; informiere dich vor Ort, was erlaubt und sicher ist.
- Tier- und Pflanzenbeobachtung: Schwarzbären, Hirsche und viele Vogelarten leben im Park. Wichtig ist vor allem richtiges Verhalten: Essen und duftende Gegenstände müssen bärensicher verstaut werden, und Wildtiere dürfen nicht gefüttert oder bedrängt werden.
- Fotografie: Tunnel View, Valley View und Cook's Meadow liefern sehr unterschiedliche Perspektiven, obwohl sie im selben Parkbereich liegen. Plane Licht und Standort bewusst, statt für jedes Foto einen neuen Parkplatz anzufahren.
- Wintersport: Im Winter verwandelt sich der Park in ein Winterwunderland. Das Badger Pass Ski Area bietet Skifahren, Snowboarden und Schneeschuhwandern für alle Altersgruppen und Fähigkeiten. Langlaufloipen sind ebenfalls verfügbar.

Klima
Die beste Jahreszeit für einen Besuch im Yosemite National Park
Das Klima im Yosemite National Park variiert stark nach Höhenlage. Das Yosemite Valley liegt deutlich tiefer als Tioga Road, Tuolumne Meadows oder Glacier Point. Deshalb kann im Valley schon Frühling sein, während höher gelegene Straßen und Trails noch unter Schnee liegen.
Die beste Jahreszeit hängt davon ab, was du sehen möchtest:
Frühling (März bis Mai)
Der Frühling ist die beste Zeit für Wasserfälle. Yosemite Falls, Bridalveil Fall, Vernal Fall und Nevada Fall führen durch die Schneeschmelze oft viel Wasser. Gleichzeitig können Tioga Road, Glacier Point Road und höher gelegene Trails noch geschlossen sein. Für einen Valley-Schwerpunkt ist der Frühling sehr stark, für eine komplette Durchquerung des Parks oft noch zu früh.
Sommer (Juni bis August)
Der Sommer bringt meist den besten Zugang zu Tioga Road, Tuolumne Meadows, Glacier Point und den High-Sierra-Trails. Gleichzeitig ist es die vollste Zeit im Park. Unterkünfte, Campingplätze und Permits solltest du so früh wie möglich sichern. Im Valley kann es heiß und sehr voll werden; frühe Starts sind fast Pflicht.
Herbst (September bis November)
Der Herbst ist oft eine gute Zeit für klarere Luft, angenehmere Temperaturen und weniger Andrang. Wasserfälle führen dann häufig deutlich weniger Wasser, dafür sind Wanderungen im Valley, an Glacier Point Road oder entlang der Tioga Road oft sehr schön. Ab Oktober oder November können erste Wintereinbrüche die höher gelegenen Straßen kurzfristig oder dauerhaft schließen.
Winter (Dezember bis Februar)
Im Winter ist Yosemite ruhiger und landschaftlich besonders schön, aber die Planung ist eingeschränkter. Das Yosemite Valley und Wawona sind meist die wichtigsten zugänglichen Bereiche. Tioga Road und Glacier Point Road sind in der Regel für Autos geschlossen, und bei Winterwetter können Reifenketten vorgeschrieben sein.
Kurz gesagt: Für Wasserfälle ist Mai bis Juni besonders attraktiv. Für Tioga Road, Tuolumne Meadows und längere Hochgebirgswanderungen ist meist Sommer bis Frühherbst besser. Für weniger Trubel sind Wochentage im Frühjahr oder Herbst ideal, solange du die saisonalen Straßensperrungen einkalkulierst.

Welche Ziele lassen sich sinnvoll mit Yosemite verbinden?
Die Umgebung von Yosemite eignet sich gut für längere Kalifornien-Routen. Wichtig ist aber die Richtung: Über den Tioga Pass kommst du nur bei geöffneter Tioga Road in Richtung Mono Lake und Eastern Sierra.
Sierra National Forest
Nördlich und südlich des Yosemite National Parks liegen große Waldgebiete. Sie sind keine schnellen Ersatz-Sehenswürdigkeiten, sondern eigene Ziele für Wanderer und Camper mit mehr Zeit.
Ansel Adams Wilderness
Die Ansel Adams Wilderness südöstlich des Parks ist ein Ziel für vorbereitete Wanderer und Backpacker. Für einen normalen Yosemite-Roadtrip gehört sie nicht als kurzer Zusatzstopp in den Tagesplan.
Bei geöffneter Tioga Road passt der Mono Lake logisch zur Weiterreise über Lee Vining. Bei geschlossener Passstraße wird daraus ein großer Umweg; prüfe die Route deshalb vor der Buchung der nächsten Unterkunft.
Kings Canyon National Park
Südlich des Yosemite National Parks gelegen, ist der Kings Canyon National Park bekannt für seine tiefen Schluchten, rauschenden Flüsse und riesigen Mammutbäume. Hier findest du den General Grant Tree, den zweitgrößten bekannten lebenden Baum der Welt.
Direkt südlich des Kings Canyon National Parks gelegen, beherbergt der Sequoia National Park den General Sherman Tree, den größten bekannten lebenden Baum der Welt. Der Park bietet auch spektakuläre Wanderungen, Campingplätze und Möglichkeiten zur Tierbeobachtung.
Inyo National Forest
Östlich des Parks beginnt die Eastern Sierra. Sie passt vor allem zu Routen über Tioga Pass, Mono Lake und anschließend Richtung Death Valley oder Lake Tahoe.
Gold Country
Im Westen des Parks gelegen, erstreckt sich das historische Gold Country Kaliforniens entlang des Highway 49. Hier kannst du charmante Goldrausch-Städte, Weinproben und historische Stätten besuchen.
San Francisco ist ein häufiger Start- oder Endpunkt für Yosemite-Routen. Plane die Strecke nicht als exakte Vierstundenfahrt: Verkehr, Eingangswarteschlangen und die Lage deiner Unterkunft verändern den Reisetag deutlich.
Lake Tahoe lässt sich nur mit ausreichend Zeit sinnvoll ergänzen. Tioga Road, saisonale Passstraßen und die gewählte Tahoe-Seite bestimmen die Route stärker als die reine Luftlinie.

Übernachten
Im Yosemite National Park und in seiner Umgebung gibt es verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Entscheidend ist weniger die Kategorie als die Lage: Eine Unterkunft im Valley spart viel Fahrzeit, ist aber sehr begehrt. Orte außerhalb des Parks sind oft günstiger, bedeuten aber längere Anfahrten.
Camping: Lage ist wichtiger als Ausstattung
Yosemite hat mehrere Campingplätze, aber die Regeln unterscheiden sich je nach Saison und Campground. Viele Plätze sind reservierungspflichtig und schnell ausgebucht. Von etwa Ende Mai bis Oktober gibt es laut NPS kein klassisches First-come-first-served-Camping im Park.
- Upper Pines: Im Herzen des Yosemite Valley gelegen, bietet dieser Campingplatz direkten Zugang zu Wanderwegen, Aussichtspunkten und Shuttle-Bussen im Park.
- Lower Pines: Ebenfalls im Yosemite Valley gelegen, bietet dieser Campingplatz eine ähnliche Erfahrung wie Upper Pines, ist aber etwas kleiner.
- North Pines: Dieser Campingplatz liegt ebenfalls im Yosemite Valley und bietet schattige Stellplätze am Merced River.
- Wawona: In der Nähe des Mariposa Grove und des historischen Wawona Hotels gelegen, ist dieser Campingplatz eine gute Option für Besucher, die den südlichen Teil des Parks erkunden möchten.
- Tuolumne Meadows: hochgelegener Campground entlang der Tioga Road; Öffnung und Verfügbarkeit hängen stark von Saison, Straße und Parkbetrieb ab.
Reservierungen laufen in der Regel über Recreation.gov. Prüfe vor der Buchung genau, welcher Campground zu deiner Route passt. Ein Platz in Wawona hilft wenig, wenn du jeden Tag früh im Valley starten möchtest; ein Platz im Valley ist dafür oft Monate im Voraus vergriffen. Auswahl, Buchungsfenster und Alternativen erklärt der separate Guide Camping im Yosemite National Park.
Hotels und Lodges
Hotels, Lodges und Cabins im Park werden über den offiziellen Yosemite-Hospitality-Anbieter gebucht. Sie sind teuer und schnell voll, sparen aber im Gegenzug lange Anfahrten.
- The Ahwahnee Hotel: Dieses historische Luxushotel im Yosemite Valley bietet elegante Zimmer, Suiten und Hütten, ein gehobenes Restaurant und beeindruckende Ausblicke auf die Granitfelsen des Parks.
- Yosemite Valley Lodge: Diese familienfreundliche Lodge liegt ebenfalls im Yosemite Valley und bietet komfortable Zimmer, einen Pool und ein Restaurant.
- Curry Village: Diese Unterkunft bietet einfache Hütten, Zelt-Cabins und Hotelzimmer im Yosemite Valley. Curry Village ist eine preiswertere Option für Reisende, die im Herzen des Parks übernachten möchten.
- Wawona Hotel: historisches Hotel im südlichen Teil des Parks, praktisch für Mariposa Grove und den South Entrance.
Motels und Unterkünfte außerhalb des Parks
Außerhalb des Parks findest du oft mehr Auswahl und bessere Preise. Rechne aber mit Fahrzeit, möglichen Eingangsschlangen und saisonalen Straßenbedingungen.
- El Portal: Diese kleine Stadt liegt westlich des Parks am Highway 140 und bietet einige Motels und Unterkünfte in der Nähe des Parkeingangs.
- Mariposa: Mariposa ist eine charmante Goldrausch-Stadt etwa eine Stunde westlich des Parks und bietet eine Vielzahl von Unterkünften, von Motels und Bed & Breakfasts bis hin zu Ferienhäusern und Campingplätzen.
- Oakhurst: Diese Stadt liegt südlich des Parks am Highway 41 und ist ein guter Ausgangspunkt für diejenigen, die den südlichen Eingang des Parks nutzen möchten. Oakhurst bietet verschiedene Unterkünfte wie Motels, Hotels, Ferienhäuser und Bed & Breakfasts.
- Groveland: Etwa eine Stunde westlich des Parks am Highway 120 gelegen, ist Groveland ein beliebter Ort für Übernachtungen. Die Stadt bietet eine Auswahl an Unterkünften wie Motels, Hotels, Ferienhäuser und Bed & Breakfasts.
- Lee Vining: liegt östlich des Parks am Mono Lake und eignet sich vor allem, wenn die Tioga Road geöffnet ist. Bei geschlossener Tioga Road ist Lee Vining kein praktischer Ausgangspunkt für das Yosemite Valley.
Wenn du Yosemite mit weiteren Parks kombinieren möchtest, vergleicht der Guide zu den Nationalparks in Kalifornien Reisezeit, Routenkombination und sinnvollen Zeitbedarf. Für eine erste Auswahl aller großen Städte, Küstenziele und Naturhöhepunkte hilft zusätzlich die Übersicht der Kalifornien-Sehenswürdigkeiten.
Gründe
9 Gründe, den Yosemite National Park zu besuchen
- Yosemite Valley: Hier liegen El Capitan, Half Dome, Yosemite Falls, Bridalveil Fall und viele kurze Wege dicht beieinander.
- Wasserfälle im Frühjahr: Im Mai und Juni sind Yosemite Falls, Vernal Fall und Nevada Fall oft besonders eindrucksvoll.
- Granitwände: El Capitan und Half Dome gehören zu den bekanntesten Felsformationen der USA.
- Mariposa Grove: Die Riesenmammutbäume sind ein guter Grund, nicht nur das Valley zu besuchen.
- Tioga Road: Bei geöffneter Straße führt sie in eine ganz andere Yosemite-Welt mit Tuolumne Meadows, Tenaya Lake und Hochgebirgslandschaft.
- Glacier Point: Einer der besten Aussichtspunkte auf Half Dome und Yosemite Valley, allerdings nur saisonal per Straße erreichbar.
- Wanderungen für viele Niveaus: Vom kurzen Lower Yosemite Fall Trail bis zu anspruchsvollen Touren wie Mist Trail oder Half Dome ist die Spannweite groß.
- Gute Kombination mit Kalifornien-Routen: Yosemite passt gut zu San Francisco, Highway 1, Sequoia/Kings Canyon, Lake Tahoe oder einer Route über den Tioga Pass Richtung Death Valley.
- Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter zeigen sehr unterschiedliche Seiten des Parks. Die richtige Reisezeit hängt stark davon ab, ob Wasserfälle, Hochgebirge, Wandern oder Ruhe im Vordergrund stehen.
Praktische Tipps für den Yosemite National Park
Früh ins Valley fahren: Auch ohne allgemeine Einfahrtsreservierung kann Yosemite von April bis Oktober sehr voll werden. Plane für das Valley möglichst eine Ankunft vor 9 Uhr oder später am Nachmittag.
Shuttle statt Parkplatzsuche: Im Yosemite Valley fahren kostenlose Shuttlebusse. Wenn du einmal einen Parkplatz gefunden hast, ist es meist entspannter, das Auto stehen zu lassen.
Reservierungen trennen: Parkeintritt, Camping, Unterkunft, Wilderness Permit und Half Dome Permit sind unterschiedliche Themen. Ein gültiger Eintritt oder Jahrespass ersetzt kein Permit und keine Unterkunftsreservierung.
Parkbereiche nicht wie Stadtviertel behandeln: Vom Valley bis Tuolumne Meadows dauert die Fahrt laut NPS selbst ohne Stopps ungefähr 1,5 Stunden. Pro Tag ist ein klarer räumlicher Schwerpunkt sinnvoller.
Tioga Road nicht fest einplanen, ohne den Status zu prüfen: Die Route über den Tioga Pass ist großartig, aber saisonal. Gerade im Frühjahr kann sie noch geschlossen sein oder nur mit eingeschränkten Services öffnen.
Mariposa Grove als eigenen Stopp sehen: Der Hain liegt nicht im Yosemite Valley, sondern nahe dem South Entrance. Je nach Saison erreichst du ihn vor allem mit dem kostenlosen Shuttle ab dem Welcome Plaza.
Wasserfälle im Frühling, Hochland im Sommer: Für volle Wasserfälle sind Mai und Juni oft stark. Für Tuolumne Meadows, Tenaya Lake und längere High-Sierra-Wanderungen ist eher Sommer bis Frühherbst realistisch.
Essen und Wasser mitnehmen: Im Valley gibt es Versorgung, aber an Tioga Road, Glacier Point Road oder abgelegeneren Trails sind Services eingeschränkt oder saisonal. Besonders nach der Straßenöffnung kann noch nicht alles verfügbar sein.
Häufige Fragen
Brauche ich 2026 eine Reservierung für den Yosemite National Park?
Nach aktuellem Stand ist 2026 keine allgemeine Einfahrtsreservierung für Yosemite nötig. Separate Reservierungen oder Permits können aber weiterhin erforderlich sein, zum Beispiel für Campingplätze, Unterkünfte, Wilderness Permits und Half Dome.
Was kostet der Eintritt in Yosemite 2026?
Der reguläre Eintritt kostet $35 pro privatem Fahrzeug, $30 pro Motorrad und $20 pro Person ohne Fahrzeug. Non-US-Residents ab 16 Jahren zahlen ohne passenden Jahrespass zusätzlich $100 pro Person. Der America-the-Beautiful-Pass kostet 2026 $80 für US-Residents und $250 für Non-US-Residents.
Wann ist die beste Reisezeit für Yosemite?
Für volle Wasserfälle ist Mai bis Juni oft besonders gut. Für Tioga Road, Tuolumne Meadows, Glacier Point und längere Wanderungen ist meist Sommer bis Frühherbst besser. Im Winter ist Yosemite ruhiger, aber höher gelegene Straßen sind in der Regel geschlossen.
Wann sind Tioga Road und Glacier Point Road geöffnet?
Tioga Road und Glacier Point Road sind saisonale Straßen. Sie öffnen je nach Schneelage meist im Mai oder Juni und schließen im Herbst oder frühen Winter wieder. Die genauen Daten ändern sich jedes Jahr, deshalb solltest du kurz vor der Fahrt den offiziellen Straßenstatus prüfen.
Wie lange sollte ich für Yosemite einplanen?
Ein Tag reicht für einen ersten Eindruck im Yosemite Valley. Besser sind zwei bis drei Tage, wenn du zusätzlich Mariposa Grove, Glacier Point oder eine längere Wanderung einbauen möchtest. Für Tioga Road, Tuolumne Meadows und entspannte Wanderungen sind drei bis vier Tage deutlich angenehmer.
Wie kann ich einen Campingplatz oder eine Unterkunft im Yosemite National Park reservieren?
Campingplatzreservierungen laufen in der Regel über Recreation.gov, Unterkünfte im Park über den offiziellen Yosemite-Hospitality-Anbieter. Beides ist unabhängig vom Parkeintritt und kann besonders von April bis Oktober sehr schnell ausgebucht sein.
Brauche ich für Half Dome ein Permit?
Ja, wenn die Half-Dome-Kabel aufgestellt sind, brauchst du für die Wanderung auf den Half Dome ein Permit. Tagespermits werden über eine Lotterie vergeben. Ohne Permit solltest du nur bis zu Bereichen wandern, für die kein Half-Dome-Permit erforderlich ist.
Sind Hunde im Yosemite National Park erlaubt?
Hunde sind im Park erlaubt, aber nur eingeschränkt. Sie müssen an der Leine geführt werden und sind vor allem auf Straßen, Gehwegen, Campingplätzen und einigen Picknickbereichen erlaubt. Auf den meisten Wanderwegen, in Gebäuden und in Shuttlebussen sind Haustiere nicht erlaubt.
Gibt es WLAN oder Mobilfunkempfang in Yosemite?
WLAN und Mobilfunkempfang sind im Yosemite National Park eingeschränkt und unzuverlässig. Lade Karten, Reservierungen und wichtige Informationen vor der Fahrt offline herunter.
Sind Drohnen im Yosemite National Park erlaubt?
Nein. Drohnen und andere unbemannte Luftfahrzeuge sind im Yosemite National Park nicht erlaubt.