Jetzt ist es offiziell: Chiricahua ist seit dem 20. Oktober 2026 ein Nationalpark. Arizona hat damit neben Grand Canyon, Saguaro und Petrified Forest einen vierten Nationalpark – und die USA ihren 64. Zwischen Felssäulen, schmalen Durchgängen und bewaldeten Hängen wartet ein Ziel, für das sich ein eigener Abstecher in den Südosten Arizonas lohnt.
Nachrichtenstand: 21. Oktober 2026.
Das Wichtigste zuerst
- Die Ernennung ist abgeschlossen: Präsident Donald Trump hat den Chiricahua National Park Act am 20. Oktober unterzeichnet. Das bestätigt das Weiße Haus.
- Die Grenzen bleiben bestehen: Aus dem bisherigen National Monument wird der Chiricahua National Park. Es handelt sich um die neue Einstufung eines bereits zugänglichen Schutzgebiets.
- Eintritt und Parken weiterhin kostenlos: So steht es bei unserer Prüfung am 21. Oktober auf der NPS-Gebührenseite. Camping ist davon getrennt.
- Für die Reiseplanung: Nimm dir Zeit für Massai Point und einen Wanderweg. Mit einem großen Wohnmobil kommst du auf dem Scenic Drive nicht bis ganz nach oben.
Vom National Monument zum Nationalpark
Im Vorbericht vom 14. Oktober war die Unterschrift noch der offene Schritt. Jetzt liegt die Bestätigung vor: In seiner Mitteilung vom 20. Oktober führt das Weiße Haus H.R. 6380 ausdrücklich unter den unterzeichneten Gesetzen auf. Damit ist die Ernennung keine Ankündigung mehr.
Der verabschiedete Gesetzestext legt fest, dass das bestehende Schutzgebiet innerhalb seiner bisherigen Grenzen zum Nationalpark wird. Die Landschaft ist also nicht erst jetzt für Besucher geöffnet worden. Neu ist ihr Status.
Auf einzelnen NPS-Seiten steht bei unserer Prüfung noch „National Monument“. Das ist kein Widerspruch zur bestätigten Unterzeichnung: Für die Ernennung ist das Gesetz maßgeblich. Für Straßen, Eintritt und den konkreten Besuch bleiben die Informationen der Parkverwaltung wichtig.
Warum Chiricahua einen Platz auf deiner Route verdient
Von weitem wirkt die Landschaft wie ein Wald aus Stein. Felssäulen stehen dicht nebeneinander, große Blöcke scheinen auf schmalen Sockeln zu balancieren. Dazwischen liegen bewaldete Hänge und Durchgänge, in denen die Felswände plötzlich weit über dir aufragen.
Der NPS nennt das Gebiet „Wonderland of Rocks“. Den Überblick bekommst du am Massai Point, am Ende der rund 13 Kilometer langen Panoramastraße. Auf den Wanderwegen verändert sich die Perspektive: Statt über die Felssäulen zu schauen, bewegst du dich zwischen ihnen.

Laut NPS-Parkübersicht erschließen rund 27 Kilometer Wanderwege das Gebiet. Für einen ersten Besuch würden wir einen vollen Tag einplanen: Zeit für die Fahrt durch den Bonita Canyon, den Aussichtspunkt und eine Wanderung, deren Länge zu Wetter und Kondition passt. Die Auswahl reicht von kurzen Wegen bis zu längeren Touren Richtung Echo Canyon und Heart of Rocks; die Details findest du im Chiricahua-Reiseführer.
Was du vor der Anfahrt wissen solltest
Eintritt: Die offizielle Gebührenseite nennt weiterhin kostenlosen Eintritt und kostenloses Parken; ein Parkpass ist dafür nicht erforderlich. Eine neue Gebühr lässt sich aus der Ernennung allein nicht ableiten.
Anfahrt: Plane Chiricahua als eigenen Abstecher. Die befestigte Straße endet am Massai Point; sie ist keine Durchfahrt über die Berge. Tanke vor der Fahrt in das abgelegene Gebiet, packe Wasser und Verpflegung ein und speichere deine Karte offline. Mobilfunk ist nur eingeschränkt verfügbar.
Wohnmobil und Anhänger: Hinter dem Campground dürfen Fahrzeuge über 24 Fuß, also etwa 7,3 Meter, nicht weiterfahren. Anhänger und Fahrzeuge über 29 Fuß müssen laut NPS-Anfahrtsseite am Faraway-Ranch-Parkplatz bleiben. Prüfe die Vorgaben für dein Fahrzeug vor der Anreise.

Übernachten: Willcox bietet sich als Ausgangspunkt an. Wer im Park campen möchte, sollte die Buchbarkeit des Bonita Canyon Campground bei Recreation.gov vor der Anreise prüfen. Aus dem neuen Status folgt keine Zusage zusätzlicher Stellplätze oder neuer Einrichtungen.
Wie passt der vierte Park in eine Arizona-Reise?
Für eine Reise rund um Tucson lässt sich Chiricahua mit Saguaro und Tombstone verbinden. Wir würden dafür eine Übernachtung in der Region vorsehen, statt nach einem langen Wandertag noch eine weite Rückfahrt einzuplanen. Wer hauptsächlich am Grand Canyon oder auf der Route 66 unterwegs ist, braucht dagegen einen bewussten Schlenker nach Südarizona.
Die Ernennung ist ein schöner Anlass, die Route neu anzusehen. Du musst aber nicht alle vier Parks in eine Woche drücken. Unser Vergleich der Nationalparks in Arizona hilft dir, nach Landschaft, Zeit und Fahrtrichtung auszuwählen.
Quellen und Bildnachweise
- Weißes Haus: Unterzeichnung am 20. Oktober 2026
- GovInfo: Chiricahua National Park Act
- NPS: Parkübersicht, Eintritt und Anfahrt
- Hauptbild: Lesly Derksen auf Unsplash, Unsplash-Lizenz.
- Wanderweg und Scenic Drive: National Park Service, gemeinfreie US-Regierungsaufnahmen. NPS-Nutzungshinweise. No claim to original U.S. Government works.
Häufige Fragen
Ist Chiricahua jetzt offiziell ein Nationalpark?
Ja. Das Weiße Haus bestätigt die Unterzeichnung des Chiricahua National Park Act am 20. Oktober 2026. Chiricahua ist damit Arizonas vierter Nationalpark.
Kostet der neue Nationalpark Eintritt?
Laut der am 21. Oktober 2026 geprüften NPS-Seite bleiben Eintritt und Parken kostenlos. Camping wird getrennt behandelt.