Start: Las Vegas
1. Etappe:Las Vegas bis Valley of Fire State Park
Für diesen Roadtrip verlässt du Las Vegas Richtung Nordosten. Die schnellste Route führt über die I-15 N zur Ausfahrt 75 und weiter auf den Valley of Fire Highway (NV-169). Schon dieser erste Abschnitt zeigt den Kontrast: Hinter Hotels, Tankstellen und Vororten öffnet sich schnell die Mojave-Wüste.
Valley of Fire Visitor Center bei Google Maps
Die Straßenverhältnisse sind normalerweise gut. Tanke trotzdem mit etwas Puffer, nimm Wasser mit und plane im Sommer keine langen Wanderungen für die Mittagszeit ein. Das gilt besonders im Valley of Fire.
Ein praktischer Stopp ist das Moapa Paiute Travel Plaza kurz vor dem Abzweig zum Valley of Fire Highway. Hier kannst du tanken, Snacks kaufen oder eine kurze Pause machen.
Sobald du auf den Valley of Fire Highway abbiegst, wird die Landschaft immer beeindruckender, und du wirst rote Sandsteinformationen am Horizont erblicken.



Im Valley of Fire State Park erwarten dich rote Sandsteinformationen, Petroglyphen, kurze Wege und Aussichtspunkte. Plane mindestens drei Stunden ein, wenn du mehr als nur durchfahren möchtest. Der America-the-Beautiful-Pass gilt hier nicht. Fahrzeuge von außerhalb Nevadas zahlen aktuell $15 Eintritt.
Wichtig im Sommer: Mehrere beliebte Trails sind jährlich vom 15. Mai bis 30. September gesperrt, darunter Fire Wave/Seven Wonders und White Domes. Dann ist der Park eher ein Scenic-Drive- und Fotostopp als ein Wanderziel.
Wenn du früh aus Las Vegas startest, ist Valley of Fire der schönste Umweg auf dem Weg nach Zion. Wenn du erst mittags oder nachmittags loskommst, ist die direkte Fahrt über die I-15 oft sinnvoller und du hebst dir Valley of Fire für einen eigenen Las-Vegas-Tag auf.

2. Etappe:Valley of Fire State Park bis St. George
Verlasse den Valley of Fire State Park Richtung Osten und fahre über die State Route 169 zurück zur I-15 N. Ab hier geht es Richtung Mesquite, Arizona Strip und St. George.
Nach etwa einer Stunde erreichst du Mesquite nahe der Grenze zu Arizona und Utah. Der Ort eignet sich gut für Tankstopp, Essen oder eine Übernachtung, wenn du Las Vegas spät verlässt.
Kurz danach führt die I-15 durch die Virgin River Gorge in Arizona. Das ist einer der schönsten Interstate-Abschnitte im Südwesten: enge Felswände, Kurven, Brücken und der Virgin River begleiten dich, bevor du Utah erreichst.

Die I-15 führt direkt nach St. George. Die Stadt ist ein guter Zwischenstopp, wenn du essen, übernachten oder rote Felslandschaft ohne Zion-Trubel sehen möchtest. Downtown, Brigham Young Winter Home, Pioneer Park und der Blick auf die roten Klippen sind leicht einzubauen.

Von St. George erreichst du schnell den Snow Canyon State Park oder den Sand Hollow State Park. Snow Canyon lohnt sich für Lavafelder, rote und weiße Sandsteinlandschaft und kurze Trails. Sand Hollow ist eher eine Mischung aus Reservoir, Offroad-Gebiet und roter Wüstenkulisse. Wenn du wenig Zeit hast, fahre weiter Richtung Springdale und hebe dir St. George für eine eigene Übernachtung auf.
3. Etappe:St. George bis Springdale (Zion National Park)
Von St. George bringt dich die UT-9 E über Hurricane und La Verkin Richtung Springdale und Zion. Spätestens hier merkst du den Zeitzonenwechsel: Utah ist eine Stunde vor Nevada.
Hurricane und La Verkin sind gute Alternativen zu Springdale, wenn Unterkünfte direkt am Parkeingang teuer oder ausgebucht sind. Virgin liegt näher am westlichen Zion-Gebiet und an der Kolob Terrace Road.
Kurz vor Springdale passierst du Rockville. Wenn du noch Zeit hast, ist Grafton Ghost Town ein interessanter Abstecher südlich des Ortes. Prüfe vorher die Straßenbedingungen, besonders nach Regen.


Springdale liegt direkt am Haupteingang des Zion National Park. In der Shuttle-Saison ist der Zion Canyon Scenic Drive für private Fahrzeuge normalerweise gesperrt. Für Angels Landing, Emerald Pools, The Grotto, Riverside Walk und The Narrows nutzt du dann den kostenlosen Shuttlebus.
Für den Zion-Shuttle brauchst du kein Ticket und keine Reservierung, aber du brauchst Eintritt oder einen gültigen Jahrespaß für den Park. Non-US-Residents ab 16 Jahren zahlen ohne passenden Jahrespaß zusätzlich zur normalen Eintrittsgebühr die Nonresident Fee. Wenn du mehrere Nationalparks besuchst, ist der America-the-Beautiful-Pass meist die bessere Lösung.
Diese letzte Etappe ist kurz, aber du solltest sie nicht zu knapp planen. Verkehr, Parken, Shuttle-Wartezeiten und Check-in in Springdale können mehr Zeit kosten als die reine Fahrzeit.

Abstecher: Hurricane bis Kolob Canyons (Zion National Park)
Um die Kolob Canyons vom Städtchen Hurricane aus zu erreichen, fährst du zunächst auf die I-15 N in Richtung Cedar City. Die Strecke führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus weitläufigen Ebenen, roten Felsformationen und hohen Bergketten.
Nach etwa 80 km nimmst du die Ausfahrt 40 von der I-15 N und biegst auf die Kolob Canyons Road ab, die direkt zum Besucherzentrum der Kolob Canyons führt. Die Straße schlängelt sich durch beeindruckende rote Sandsteinfelsen und bietet spektakuläre Ausblicke auf das weniger bekannte Gebiet des Zion National Parks.
Der rund 8 km lange Kolob Canyons Scenic Drive ist ein ruhigerer Zion-Abstecher mit mehreren Aussichtspunkten. Am Ende liegt der Timber Creek Overlook Trail, ein kurzer Weg mit weitem Blick über die Kolob Canyons und die umliegenden Plateaus.
Ein weiterer empfehlenswerter Wanderweg in den Kolob Canyons ist der Taylor Creek Trail, der dich entlang eines Baches durch die Schlucht führt. Am Ende des Weges befindet sich der Double Arch Alcove, ein beeindruckender Doppelbogen, der in den Sandstein geschliffen ist.
Für diesen Abstecher solltest du mindestens vier Stunden einplanen. Auch hier gilt Zion-Eintritt beziehungsweise Jahrespaß. Die Kolob Canyons sind meist ruhiger als der Hauptcanyon, aber nicht immer geöffnet; prüfe vorab Straßen- und Wetterbedingungen.
Wenn du nur eine Nacht in der Zion-Region hast, würde ich Kolob Canyons eher weglassen und die Zeit für Springdale, den Hauptcanyon oder Canyon Overlook verwenden. Der Abstecher lohnt vor allem, wenn du zwei Nächte oder mehr einplanst.
Nachdem du die Kolob Canyons erkundet hast, kannst du entweder zurück nach Hurricane fahren oder direkt weiter zum Hauptteil des Zion National Parks, indem du der UT-9 E von Hurricane aus folgst, wie in der 3. Etappe beschrieben.

Abstecher: Virgin bis The Subway (Zion National Park)
The Subway ist kein spontaner Fotostopp, sondern eine anspruchsvolle Wilderness-Wanderung im Zion-Gebiet. Von Virgin fährst du über die Kolob Terrace Road Richtung Left Fork Trailhead.
Die Zufahrt kann je nach Wetter schwierig sein. Prüfe Straßenzustand, Wetter und Permit-Regeln vorab und starte nicht ohne passende Ausrüstung.
Für The Subway brauchst du ein Permit. Der NPS beschreibt die Route als anstrengende Off-Trail-Wanderung. Plane dafür einen ganzen Tag und nur dann, wenn du wirklich wandern möchtest - für normale Erstbesucher ist der Hauptcanyon meist sinnvoller.
Nachdem du The Subway erkundet hast, kannst du entweder zurück nach Virgin fahren oder direkt weiter zum Hauptteil des Zion National Parks, indem du der UT-9 E von Virgin aus folgst, wie in der 3. Etappe beschrieben.

Letzte Etappe & Ziel: Erkundung des Zion National Parks
Nimm dir Zeit, um den Zion National Park nicht nur als Zielpunkt der Strecke zu sehen. Für Angels Landing brauchst du eine Permit, The Narrows hängen von Wasserstand, Wetter und Cyanobakterien-Warnungen ab, und im Hauptcanyon steuerst du die meisten Ziele per Shuttle an. Canyon Overlook, Watchman Trail, Emerald Pools und Riverside Walk sind gute Einstiege.
Für einen ersten Besuch sind zwei Nächte in Springdale, Hurricane oder La Verkin deutlich entspannter als eine reine Durchfahrt. Je nachdem, wie viele Wanderungen du planst, brauchst du mindestens einen vollen Tag im Park.
Start: Zion National Park
Wenn du von Zion nach Las Vegas fährst, starte nicht zu spät, wenn Valley of Fire noch auf deiner Liste steht. Ein kurzer Morgen im Zion ist schön, aber ein halber Wandertag plus Valley of Fire plus Las Vegas wird schnell zu viel.
1. Etappe:Zion bis St. George
Die erste Etappe ist kurz, aber der Start kann dauern: Shuttle zurück, Hotel-Checkout, Parkausfahrt, Essen, Tanken. Wenn du in Springdale übernachtest, plane morgens nicht zu viel Zusatzprogramm.
2. Etappe:St. George bis Valley of Fire
Von St. George fährst du durch die Virgin River Gorge zurück nach Nevada. Diese Etappe ist fahrerisch unkompliziert, aber kurvig, eng und je nach Verkehr nicht entspannt genug für spontane Stopps am Straßenrand.

Wenn du Valley of Fire einbauen willst, ist jetzt der Moment. Am Nachmittag kann es dort sehr heiß werden; im Sommer würde ich den State Park eher früh oder bewusst kurz planen.
3. Etappe:Valley of Fire bis Las Vegas
Nach Valley of Fire geht es zurück in Richtung Las Vegas. Unterschätze diesen letzten Abschnitt nicht, wenn du am Strip eincheckst oder zum Flughafen musst. Verkehr, Parkhäuser, Mietwagenrückgabe und Hotelwege können sich ziehen.
Ziel: Las Vegas
Als Ziel ist Las Vegas praktisch, aber nach Zion auch ein harter Kontrast. Wenn du noch weiterfliegst, plane lieber zu viel als zu wenig Puffer. Wenn du bleibst, lohnt ein ruhiger Abend mehr als ein vollgestopfter Rückfahrtag.