Ausgangspunkt Las Vegas
Las Vegas ist für diese Route praktisch, weil Flüge, Mietwagen, Hotels und Supermärkte nah beieinander liegen. Du kannst nach der Ankunft eine Nacht am Strip bleiben, den Jetlag abfedern und am nächsten Morgen mit vollem Tank, Wasser, Snacks und Kühlbox starten.
Der erste große Unterschied zu vielen alten Routenplänen: 2026 musst du Eintritt, Reservierungen und Zusatzgebühren sauber trennen. Der America-the-Beautiful-Pass kostet für Non-US-Residents $250. Er hilft bei Nationalparks und vielen Bundesgebieten, aber nicht bei State Parks, Navajo Tribal Parks, Antelope Canyon oder Horseshoe Bend.
Lege dir vor der Buchung eine kleine Liste an: Nationalpark-Eintritte, State-Parks, Antelope-Canyon-Tour, Monument-Valley-Eintritt, Horseshoe-Bend-Parken, mögliche Angels-Landing-Lottery und Unterkünfte. So erkennst du früh, wo der Roadtrip teurer wird als die reine Kilometerkarte vermuten lässt.
Roadtrip-Varianten
Je nachdem wie viele Tage du zur Verfügung hast, gibt es für diesen Roadtrip eine straffere und eine entspanntere Variante.
- Kürzer: Wenn du nur 10 Tage hast, streiche den Grand Canyon South Rim und die Route 66 und fahre von Page über Zion zurück nach Las Vegas.
- Entspannter: Mit 14 Tagen kannst du je einen Zusatztag in Zion und Moab einbauen. Genau dort zahlt sich mehr Zeit am stärksten aus.
- Weniger Fahrstress: Übernachte nach Zion nicht erst sehr spät am Bryce Canyon, sondern plane die Strecke so, dass du den Zion-Mount-Carmel-Highway bei Tageslicht fährst.
- Mehr Page: Wenn du Antelope Canyon, Horseshoe Bend, Lake Powell und eventuell Glen Canyon Dam ohne Hetze sehen willst, gib Page eine zweite Nacht und kürze dafür Route 66 oder einen Zwischenstopp.
Die Etappen
| Tag | Ziel | Kilometer |
|---|---|---|
| 1 | Ankunft in Las Vegas | 10 km |
| 2 | Valley of Fire State Park, weiter nach Springdale/Zion | 320 km |
| 3 | Zion National Park | - |
| 4 | Zion, Red Canyon, Bryce Canyon | 140 km |
| 5 | Bryce Canyon, Scenic Byway 12, Capitol Reef/Torrey | 180 km |
| 6 | Capitol Reef, Goblin Valley oder Dead Horse Point, Moab | 360 km |
| 7 | Arches National Park / Moab | 60 km |
| 8 | Moki Dugway oder Goosenecks, Monument Valley | 270 km |
| 9 | Page, Antelope Canyon, Horseshoe Bend | 200 km |
| 10 | Grand Canyon South Rim | 230 km |
| 11 | Route 66, Seligman, Kingman | 300 km |
| 12 | Hoover Dam, Las Vegas | 170 km |
| Gesamt | ca. 2.250 km |
Tag 1: Ankunft in Las Vegas



Nach der Ankunft holst du den Mietwagen ab oder übernimmst ihn erst am nächsten Morgen. Wenn dein Hotel am Strip liegt, ist ein Auto am ersten Abend oft eher Ballast als Hilfe: Parkgebühren, Müdigkeit und Stadtverkehr sind keine gute Kombination.
Nutze den Abend für einen kurzen Strip-Spaziergang, einen Supermarktstopp und die grobe Vorbereitung: Offlinekarten laden, Kühlbox besorgen, Wasser kaufen und prüfen, ob du für Antelope Canyon, Angels Landing oder besondere Touren schon Buchungen brauchst.
Tag 2: Über Valley of Fire zum Zion National Park



Der erste Naturstopp ist der Valley of Fire State Park. Der Park liegt ideal zwischen Las Vegas und Zion, ist aber im Sommer brutal heiß. Starte früh, wähle kurze Trails und behalte die Uhr im Blick, damit du nicht erst nach Einbruch der Dunkelheit in Springdale ankommst.
Danach geht es weiter nach Springdale oder direkt in die Nähe des Zion National Park. Für den nächsten Tag ist Springdale meist die beste Basis, weil du früh zum Shuttle kommst und abends Restaurants vor Ort hast.
Tag 3: Zion National Park



Zion ist kein Park, den du mittags spontan „abarbeitest“. Im Hauptcanyon bist du die meiste Zeit mit dem Shuttle unterwegs. Für den Shuttle brauchst du keine Reservierung, aber in der Saison können Wartezeiten entstehen. Für Angels Landing brauchst du ein Permit, sobald du ab Scout Lookout auf den Kettenabschnitt weitergehst.
Wenn du kein Angels-Landing-Permit hast, ist Scout Lookout trotzdem eine starke Alternative. Für The Narrows musst du Wetter, Wasserstand und Flash-Flood-Gefahr prüfen. Für einen ruhigeren Tag passen Emerald Pools, Riverside Walk, Watchman Trail oder ein Start früh am Morgen im östlichen Parkteil.
Tag 4: Vom Zion NP zum Bryce Canyon



Die Fahrt durch den Zion-Mount-Carmel-Highway gehört zu den schönsten Abschnitten der Route, braucht aber Zeit. Große Fahrzeuge müssen die Tunnelregeln beachten. Plane Red Canyon als kurzen Stopp ein, bevor du am Bryce Canyon ankommst.
Am Bryce Canyon sind Sunrise Point, Sunset Point und der Navajo Loop/Queen's Garden die Klassiker. Im Sommer ist der frühe Morgen ideal, im Winter können Schnee und Eis die Wege deutlich anspruchsvoller machen.
Übernachten kannst du in Bryce Canyon City, Tropic oder auf einem Campground im Park. Für Sonnenaufgang ist eine Unterkunft direkt am Park am bequemsten.
Tag 5: Über Scenic Byway 12 zum Capitol Reef National Park



Dieser Tag wird häufig unterschätzt. Zwischen Bryce Canyon und Capitol Reef liegen Red Canyon, Escalante, Boulder Mountain und der Scenic Byway 12. Das ist keine reine Verbindungsetappe, sondern einer der besten Roadtrip-Tage in Utah.
Starte früh, wenn du am Morgen noch einen Bryce-Aussichtspunkt mitnehmen möchtest. Danach lohnt sich der Weg über Escalante und Boulder. Für längere Slot-Canyon-Wanderungen brauchst du allerdings einen Zusatztag und gute Wetterbedingungen.
In Capitol Reef sind Fruita, Scenic Drive, Grand Wash und Capitol Gorge die naheliegenden Stopps. Übernachten ist in Torrey am praktischsten.
Tag 6: Von Capitol Reef über Canyonlands nach Moab



Das ist der längste Tag der Route. Wenn du Capitol Reef am Vormittag noch richtig sehen willst, solltest du nicht zusätzlich einen vollen Canyonlands-Tag erwarten. Praktisch ist ein Fokus: entweder Goblin Valley/Dead Horse Point als Zwischenstopp oder Island in the Sky am späten Nachmittag.
Moab ist die wichtigste Basis für Arches, Canyonlands und Dead Horse Point. Buche Unterkunft oder Camping früh, besonders im Frühjahr und Herbst.
Tag 7: Arches National Park



Arches liegt direkt vor Moab, aber die kurzen Distanzen täuschen. Parkplätze an Delicate Arch, Devils Garden und Windows Section können schnell voll sein. 2026 gibt es nach aktuellem Stand keine allgemeine Timed-Entry-Pflicht, der Park kann Fahrzeuge bei Überfüllung aber am Eingang umleiten. Frühes oder spätes Ankommen bleibt deshalb der beste Plan.
Für den ersten Besuch reichen Windows Section, Balanced Rock, Park Avenue und je nach Kondition Delicate Arch. Devils Garden lohnt sich, wenn du mehr Wanderzeit hast und nicht nur Aussichtspunkte abfahren möchtest.
Plane Wasser großzügig. Arches empfiehlt mindestens 1 Gallone / 4 Liter pro Person und Tag, und Schatten ist auf vielen Trails kaum vorhanden.
Tag 8: Über Moki Dugway oder Goosenecks zum Monument Valley



Zwischen Moab und Monument Valley gibt es mehrere gute Varianten. Der Moki Dugway ist landschaftlich stark, aber unbefestigt und nicht für jedes Fahrzeug oder jedes Wetter sinnvoll. Wenn du es einfacher halten willst, plane Goosenecks State Park und Mexican Hat als kurze Stopps.
Monument Valley liegt auf Navajo-Land. Der America-the-Beautiful-Pass gilt dort nicht. Nach aktueller Navajo-Parks-Angabe kostet der Eintritt 10 USD pro Person; für den Scenic Drive kommt eine Fahrzeuggebühr hinzu. Die Zeiten sind saisonabhängig, und die letzte Einfahrt liegt deutlich vor Schließung.
Der Loop Drive ist unbefestigt, sandig und nach Regen ruppig. Motorräder und RVs sind dort nicht erlaubt. Geführte Touren lohnen sich, wenn du mehr als die Standardrunde sehen möchtest oder dein Mietwagenvertrag unbefestigte Strecken ausschließt.
Tag 9: Nach Page



Page ist kein schöner klassischer Urlaubsort, aber ein sehr praktischer Knotenpunkt. Antelope Canyon funktioniert nur mit geführter Tour; zusätzlich zu den Tourkosten fällt eine Navajo-Parkgebühr an. Wetter kann Touren kurzfristig stoppen, besonders bei Gewittergefahr.
Buche Antelope Canyon nicht erst am Vorabend, wenn du eine bestimmte Tageszeit möchtest. Für Horseshoe Bend sind Sonnenaufgang und später Nachmittag angenehmer als die harte Mittagssonne. Lake Powell hängt stärker als früher vom Wasserstand und deinen konkreten Aktivitäten ab.
Abkürzung: Von Page zurück nach Las Vegas
Wenn du die Route verkürzen möchtest, kannst du von Page direkt zurück nach Las Vegas fahren. Das ist ein langer Fahrtag, aber machbar. Unterwegs kannst du durch den östlichen Zion-Teil fahren oder über Kanab einen kurzen Stopp einlegen.
Diese Variante spart Grand Canyon, Route 66 und Kingman. Das ist sinnvoll, wenn du nur zehn Tage hast oder mehr Zeit in Utah verbringen möchtest.
Tag 10: Von Page zum Grand Canyon South Rim



Die Fahrt von Page zum South Rim führt über Cameron und den Desert View Drive. Der Desert View Watchtower ist ein guter erster Stopp im Park, bevor du weiter Richtung Grand Canyon Village fährst.
Am South Rim solltest du nicht versuchen, „den ganzen Canyon“ zu sehen. Wähle lieber Rim Trail, Mather Point, Yavapai, Desert View oder eine kurze Wanderung unter den Rand. Für Bright Angel Trail gilt: hinunter geht es leicht, zurück wird es ernst.
Im Sommer 2026 sind mehrere kostenlose South-Rim-Shuttle-Routen unterwegs. Hermit Road ist vom 1. März bis 30. November für private Fahrzeuge geschlossen; für die Aussichtspunkte Richtung Hermits Rest brauchst du dann Shuttle, Fahrrad oder deine Füße.
Übernachten kannst du im Park, in Tusayan oder günstiger in Williams. Für Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist eine Unterkunft nahe am Park deutlich entspannter.
Tag 11: Auf der Route 66 nach Kingman
Nach dem Grand Canyon ist die Route 66 ein bewusster Stilwechsel: weniger Naturwunder, mehr Orte, Diner, alte Schilder und Roadtrip-Geschichte. Seligman ist der klassische Stopp, Kingman die praktische Übernachtung vor Hoover Dam und Las Vegas.
Plane den Tag nicht zu voll. Gerade nach vielen Nationalparks tut ein langsamerer Abschnitt gut, bei dem es nicht um die nächste Wanderung geht.
Tag 12: Über den Hoover Dam zurück nach Las Vegas
Der Hoover Dam ist mehr als ein kurzer Fotostopp, wenn du dich für Technik, Geschichte oder den Colorado River interessierst. Plane Zeit für Parken, Sicherheitskontrollen und Aussichtspunkte ein. Danach bist du schnell zurück in Las Vegas.
Wenn du spät fliegst, kann dieser Tag als Rückflugtag funktionieren. Entspannter ist eine letzte Nacht in Las Vegas, damit du den Mietwagen ohne Stress zurückgibst.
Rückgabe und Rückflug: Las Vegas
Je nach Rückflug gibst du den Mietwagen am selben Tag zurück oder bleibst noch eine Nacht. Nach zwölf Tagen mit Hitze, frühen Starts und vielen Etappen ist ein Puffer in Las Vegas keine verlorene Zeit, sondern oft die bessere Entscheidung.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für diese Utah-Arizona-Rundreise?
Die Route ist auf etwa 12 Tage ausgelegt. Mit 10 Tagen wird sie sehr straff, mit 14 Tagen deutlich entspannter. Zusatztage lohnen sich vor allem in Zion, Moab, Page oder am Grand Canyon.
Ist die Route auch im Sommer sinnvoll?
Die Route ist machbar, aber im Sommer sehr heiß. Plane Wanderungen früh morgens, vermeide lange Mittagswanderungen in Zion, Moab, Page und Valley of Fire und rechne mit vollen Parkplätzen.
Braucht man für die Nationalparks Reservierungen?
Für Zion ist Angels Landing permitpflichtig. Arches hatte in den letzten Jahren zeitweise Timed Entry, 2026 aber keine allgemeine Vorabreservierung. Regeln können sich ändern, deshalb vor der Reise immer die offiziellen Parkseiten prüfen.
Lohnt sich der America-the-Beautiful-Pass auf dieser Route?
Für Non-US-Residents kostet der Jahrespaß seit 2026 $250. Rechne deshalb die Einzeleintritte realistisch gegen. State Parks, Navajo Tribal Parks, Antelope Canyon und Horseshoe Bend sind nicht über den Pass abgedeckt.
Braucht man für Antelope Canyon eine Tour?
Ja. Antelope Canyon ist nur mit geführter Tour zugänglich. Zusätzlich zu den Tourkosten fällt eine Navajo-Parkgebühr an, und bei schlechtem Wetter können Touren kurzfristig ausfallen.
Kann man Monument Valley mit normalem Mietwagen fahren?
Der Scenic Drive ist unbefestigt, sandig und nach Regen rau. Prüfe die Regeln des Navajo Tribal Park und deine Mietwagenbedingungen. Motorräder und RVs sind auf dem Loop Drive nicht erlaubt; eine geführte Tour ist oft entspannter.