



Dead Horse Point State Park liegt oberhalb des Colorado River bei Moab und ist einer der besten kurzen Aussichtsstops im Südosten Utahs. Besonders stark ist der Park zum Sonnenaufgang, zum Sonnenuntergang und als ruhiger Gegenpol zu Arches und Canyonlands. Wichtig: Der America-the-Beautiful-Pass gilt hier nicht, da Dead Horse Point ein Utah State Park ist.

Dead Horse Point State Park gehört zu den Orten rund um Moab, die auf der Karte klein aussehen, vor Ort aber lange hängen bleiben. Der Park liegt auf einem Hochplateau über dem Colorado River. Vom Hauptaussichtspunkt blickst du auf eine große Flussschleife, Canyonwände, Wüstenplateaus und bei klarer Sicht weit in die Canyonlandschaft südlich von Moab.
Der Besuch ist unkomplizierter als in vielen Nationalparks: Du fährst über die UT-313 bis zum Park, zahlst die State-Park-Gebühr und bist kurz danach an den Aussichtspunkten. Wichtig ist aber die richtige Erwartung: Dead Horse Point ist kein Nationalpark und der America-the-Beautiful-Pass gilt hier nicht.
Am besten passt der Park in einen halben Tag bei Moab oder als Ergänzung zum Island-in-the-Sky-District von Canyonlands. Für den Hauptblick reicht eine Stunde. Mit Rim Trail, Fotos, Picknick oder Sonnenuntergang wird daraus leicht ein halber Tag.
Der Name Dead Horse Point geht auf eine alte Legende aus der Zeit der Cowboys zurück. Das schmale Plateau soll als natürliche Pferdekoppel genutzt worden sein, weil es nur über einen engen Zugang erreichbar ist. Der Geschichte nach wurden Pferde dort einmal zurückgelassen und konnten den tief unten liegenden Colorado River nicht erreichen.
Ob die Legende historisch vollständig belegbar ist, ist weniger klar als der Name selbst. Für Besucher ist vor allem interessant, dass die Form des Plateaus die Geschichte nachvollziehbar macht: Auf drei Seiten fallen die Klippen steil ab, während der Zugang vergleichsweise schmal ist.

Der Dead Horse Point Overlook ist der wichtigste Stopp im Park. Vom Parkplatz ist es nur ein kurzer Weg bis zur Aussicht auf den Colorado River. Besonders gut ist der Blick am frühen Morgen oder am späten Nachmittag, wenn die Canyonwände mehr Struktur bekommen und die Farben wärmer wirken.
Für viele Besucher ist dieser Overlook der Grund für den Abstecher. Wenn du nur wenig Zeit hast, fahre trotzdem nicht nur kurz hin, mache ein Foto und wieder weg. Die Aussicht verändert sich schon nach wenigen Minuten, je nachdem, wie Licht und Schatten im Canyon liegen.
Die Rim Trails sind die beste Möglichkeit, Dead Horse Point ruhiger zu erleben. Sie verbinden Aussichtspunkte entlang der Klippen und lassen sich als kurze Abschnitte oder längere Runde laufen. Die Wege sind nicht extrem schwierig, aber Sonne, Wind und ungesicherte Kanten machen sie ernster, als die Kilometerzahl vermuten lässt.
Gerade wenn am Hauptoverlook viel los ist, lohnt sich ein Stück auf dem Rim. Nach wenigen Minuten verteilen sich die Besucher, und du bekommst andere Blickwinkel auf die Canyonlandschaft.
Das Intrepid Trail System macht den State Park auch für Mountainbiker interessant. Die Routen liegen auf dem Plateau und bieten mehrere Schleifen mit Wüstenblicken, Felsabschnitten und Canyonpanorama. Wer mit dem Bike unterwegs ist, sollte die Hitze und die Höhe nicht unterschätzen.
Der Bighorn Overlook ist ein guter Tipp, wenn du einen zusätzlichen Aussichtspunkt abseits des absoluten Pflichtprogramms suchst. Der Weg ist nicht sehr lang, aber offen und sonnig. Wasser, Sonnenschutz und festes Schuhwerk sind auch hier sinnvoll.

Dead Horse Point State Park liegt westlich von Moab am Ende der Utah State Route 313, auch Dead Horse Point Mesa Scenic Byway genannt. Von Moab brauchst du je nach Verkehr und Stopps etwa 40 bis 45 Minuten.
Die Anfahrt ist einfach:
Die gleiche Straße führt auch zum Island-in-the-Sky-District von Canyonlands. Deshalb lässt sich beides gut kombinieren. Plane aber genug Zeit ein: Zwischen den Aussichtspunkten, Parkeingängen und Fotostopps vergehen schnell mehrere Stunden.
Im Park gibt es mehrere Übernachtungsmöglichkeiten: RV-Campsites, Hike-in-Zeltplätze und Yurts. Die Stellplätze bieten je nach Kategorie Ausstattung wie Strom, Schattenstruktur, Picknicktisch und Feuerstelle. Die Hike-in-Zeltplätze sind ruhiger, erfordern aber einen kurzen Fußweg vom Parkplatz.
Die Yurts sind die komfortabelste Variante im Park. Sie sind beliebt, weil du Sonnenuntergang, Sternenhimmel und Sonnenaufgang ohne Rückfahrt nach Moab erlebst. Bettzeug musst du selbst mitbringen, und Haustiere sind in den Yurts nicht erlaubt.
Für die Hauptreisezeiten März bis Juni sowie September und Oktober solltest du früh reservieren. Spontane Plätze sind möglich, aber nicht verlässlich. Wer nicht campen möchte, bleibt in Moab. Dort findest du Hotels, Motels, Restaurants, Tankstellen und Touranbieter.

Der Eintritt in den Dead Horse Point State Park wird separat erhoben. Aktuell gelten folgende Tagesgebühren:
Der America-the-Beautiful-Pass gilt nicht. Das ist wichtig, weil viele Besucher den State Park direkt mit Canyonlands kombinieren und dort andere Passregeln gelten. Wenn du mehrere Utah State Parks besuchst, kann ein Utah-State-Park-Pass interessant sein. Für klassische USA-Roadtrips mit wenigen State Parks lohnt er sich aber nicht immer.
Camping- und Yurt-Gebühren sind separat. Bei Campgrounds ist die Parkgebühr für ein Fahrzeug normalerweise in der Übernachtungsgebühr enthalten; zusätzliche Fahrzeuge kosten extra.

Der naheliegendste Anschluss ist der Island-in-the-Sky-District von Canyonlands. Die Zufahrt liegt ebenfalls an der UT-313. Wenn du nur einen Tag bei Moab hast, ist die Kombination aus Dead Horse Point zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang und Canyonlands am restlichen Tag sehr stark.
Plane deinen Besuch im Canyonlands National Park mit Infos zu Island in the Sky, The Needles, The Maze, Horseshoe Canyon, Moab, Camping, Permits und Wetter.
Arches liegt auf der anderen Seite von Moab und ist landschaftlich anders: weniger tiefe Canyonblicke, dafür natürliche Steinbögen, kurze Wanderungen und bekannte Fotomotive wie Delicate Arch. Wegen möglicher Reservierungs- und Parklogik solltest du Arches separat planen.
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Moab ist die praktische Basis für Dead Horse Point. Hier bekommst du Unterkünfte, Restaurants, Touranbieter, Supermärkte, Tankstellen und Mietausrüstung. Gerade wenn du im Sommer unterwegs bist, ist die Versorgung in Moab wichtig, bevor du auf die Hochplateaus fährst.
Wenn du mehr Zeit in der Region hast, lohnt sich auch die Potash Road entlang des Colorado River. Für Abkühlung und einen Kontrast zur roten Wüste bieten sich die La Sal Mountains südöstlich von Moab an.

Dead Horse Point State Park lohnt sich besonders, wenn du bei Moab bist und einen großen Canyonblick ohne lange Wanderung suchst. Der Park ist nicht riesig, aber sehr wirkungsvoll: Hauptoverlook, Rim Trails, Mountainbike-Routen, Camping und dunkler Nachthimmel ergeben ein starkes Paket.
Wenn du wenig Zeit hast, reicht ein Besuch am Dead Horse Point Overlook. Wenn du Moab langsamer erleben möchtest, plane den Park zum Sonnenuntergang oder mit einer Übernachtung ein. Dann fühlt sich Dead Horse Point weniger wie ein kurzer Fotostopp an und mehr wie ein eigener Ort.
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