Der America the Beautiful Pass, oft auch Interagency Pass genannt, ist seit 2026 für internationale USA-Reisende deutlich teurer geworden. Für US-Bürger und US-Residents kostet der Jahrespass weiterhin 80 $, für Non-US-Residents dagegen 250 $. Hier findest du die wichtigsten Regeln, die neue Nonresident Fee und eine Einschätzung, wann sich der Pass trotzdem lohnt.
Ob Grand Canyon, Zion, Yosemite oder Acadia: Wer mehrere Nationalparks auf einer USA-Reise besucht, sollte den America the Beautiful Pass kennen. Seit dem 1. Januar 2026 gibt es aber eine wichtige Änderung: Für internationale Besucher kostet der Jahrespass nicht mehr 80 $, sondern 250 $. Gleichzeitig zahlen Non-US-Residents in einigen stark besuchten Nationalparks zusätzlich zur normalen Eintrittsgebühr eine Nonresident Fee von 100 $ pro Person ab 16 Jahren, sofern kein gültiger Jahrespass greift.
Damit ist die alte Faustregel "ab drei Nationalparks lohnt sich der Pass fast immer" nicht mehr sauber. 2026 musst du genauer rechnen: Welche Parks liegen auf deiner Route? Sind Nonresident-Fees betroffen? Reist du allein, zu zweit oder mit Familie? Und brauchst du vielleicht ohnehin nur einen oder zwei Parks?
Die Reihe America the Beautiful Pass (auch bekannt als Interagency Pass) umfasst Jahres- oder Lebenszeitpässe, die den Eintritt bzw. Standard-Day-Use-Gebuehren in mehr als 2.000 Bundeserholungsgebieten abdecken koennen. Dazu gehören Nationalparks, National Monuments, National Forests, Wildlife Refuges, BLM-Gebiete und weitere teilnehmende Bundesgebiete.
In Gebieten, in denen eine Gebühr pro Fahrzeug erhoben wird, deckt der Pass ein privates, nicht kommerzielles Fahrzeug und seine Insassen ab. Bei Gebieten mit Eintritt pro Person gilt er für den Passinhaber und bis zu drei weitere Erwachsene. Kinder unter 16 Jahren zahlen bei NPS-Eintrittsgebühren in der Regel keinen Eintritt.
Wichtig für Reisende aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz: Der günstige Resident Annual Pass für 80 $ ist seit 2026 nicht mehr für internationale Besucher gedacht. Für Non-US-Residents gibt es den America the Beautiful Non-Resident Annual Pass für 250 $.
Die offizielle NPS-Uebersicht findest du auf der Seite Entrance Passes.
Es gibt verschiedene Arten des Interagency Passes:
Resident Annual Pass für 80 $: Dieser Jahrespass gilt für US-Bürger und US-Residents. Beim Kauf bzw. bei der Nutzung kann ein Nachweis der US-Staatsbürgerschaft oder des Wohnsitzes verlangt werden.
Non-Resident Annual Pass für 250 $: Das ist seit 2026 der relevante America-the-Beautiful-Jahrespass für internationale Besucher. Er gilt 12 Monate ab Kaufmonat und deckt ein privates Fahrzeug bzw. bei Eintritt pro Person den Passinhaber plus drei weitere Erwachsene ab.
Weitere Pässe gibt es etwa für Senioren, Militärangehörige, Menschen mit Behinderung, Viertklässler oder Volunteers. Diese Varianten sind jedoch an US-Status oder bestimmte Voraussetzungen gebunden und für normale Touristen aus dem deutschsprachigen Raum meist nicht relevant.
Zusätzlich bieten manche Parks eigene Jahreskarten an, etwa für einen einzelnen Park oder eine Parkgruppe. Diese sind nicht dasselbe wie der America the Beautiful Pass und lohnen sich nur, wenn deine Route genau zu dieser Parkgruppe passt.
Viele Standorte des National Park Service, die Eintritt verlangen, verkaufen den America the Beautiful Pass direkt am Eingang oder Visitor Center. Für internationale Besucher ist dabei der Non-Resident Annual Pass für 250 $ relevant. Frage also gezielt nach dem America the Beautiful Non-Resident Annual Pass und nicht nach einem parkspezifischen Jahrespass.
Alternativ kannst du den Pass online über die offiziellen Stellen kaufen, etwa über Recreation.gov oder den USGS Store. Für viele Touristen ist der Kauf direkt beim ersten Nationalpark trotzdem am einfachsten, weil du keine Versandzeit einplanen musst.
Wenn du online bestellst, lies genau, ob du einen physischen Pass per Post oder einen digitalen Pass kaufst. Ein Versandpass hilft dir nicht, wenn er erst nach der Abreise ankommt.

Wenn du an das Ticket-Häuschen eines Nationalparks fährst, zeigst du den Jahrespass und einen Lichtbildausweis vor. Der Pass ist nicht übertragbar und muss zum Passinhaber passen. Bei einem digitalen Pass wird ebenfalls ein Ausweis verlangt.
Bei Parks mit Fahrzeuggebühr deckt der Pass das private Fahrzeug und die Insassen ab. Bei Parks mit Eintritt pro Person gilt er für den Passinhaber und bis zu drei weitere Erwachsene. Kinder unter 16 Jahren sind bei NPS-Eintrittsgebühren meist frei.
Nein. America-the-Beautiful-Pässe sind offiziell nicht übertragbar, nicht erstattungsfähig und werden bei Verlust nicht ersetzt. Der Pass muss zum Ausweis des Passinhabers passen. Plane also nicht damit, ihn nach der Reise weiterzugeben oder weiterzuverkaufen.
Der America the Beautiful Pass gilt für teilnehmende Bundeserholungsgebiete, also zum Beispiel viele Nationalparks, National Monuments, National Forests, Wildlife Refuges und BLM-Gebiete. Er gilt aber nicht automatisch überall, wo Natur schön ist.
Nicht enthalten sind in der Regel State Parks, Parks lokaler Verwaltungen, private Anbieter, Touren, Parkplätze privater Betreiber, Campinggebühren, Fähren, Attraktionen oder Gebiete, die von Tribal Nations verwaltet werden. Klassische Beispiele sind Monument Valley oder der Grand Canyon Skywalk.
Auch Reservierungen sind ein eigenes Thema: Timed Entry, Trail-Permits, Shuttle-Tickets oder Campingplatzbuchungen werden durch den Pass normalerweise nicht ersetzt.
Seit 2026 zahlen Non-US-Residents ab 16 Jahren in 11 besonders stark besuchten Nationalparks zusätzlich zur normalen Eintrittsgebühr eine Nonresident Fee von 100 $ pro Person, sofern sie keinen gültigen America-the-Beautiful-Pass oder passenden Park-Jahrespass nutzen.
Diese Regel betrifft nach NPS-Angaben: Acadia, Bryce Canyon, Everglades, Glacier, Grand Canyon, Grand Teton, Rocky Mountain, Sequoia & Kings Canyon, Yellowstone, Yosemite und Zion.
Für eine typische Südwesten-Route mit Zion, Bryce Canyon und Grand Canyon kann der Non-Resident Annual Pass für 250 $ deshalb schon deutlich früher sinnvoll sein als früher der 80-Dollar-Pass.
Umgekehrt gilt: Wenn du nur einen Nationalpark ohne Nonresident-Fee besuchst oder vor allem State Parks, Tribal Parks und Staedte planst, ist der Pass wahrscheinlich nicht noetig.
Das lässt sich mit einer einfachen Rechenaufgabe schnell beantworten: Wenn du bei deinem Roadtrip am ersten Nationalpark angekommen bist, dann hast du bestimmt einen Plan, was in den nächsten Tagen bzw. Wochen noch alles folgen wird.
Der Eintritt in einen Nationalpark kostet meist zwischen 20 $ und 35 $ pro Fahrzeug und ist oft für 7 Tage gültig. Für internationale Besucher ist seit 2026 aber nicht mehr nur der normale Parkeintritt entscheidend. Wenn du mehrere Parks mit zusätzlicher Nonresident Fee besuchst, kann sich der 250-Dollar-Pass schnell lohnen. Bei Parks ohne diese Zusatzgebühr musst du genauer rechnen.
Beispiel: Eine Familie mit zwei Erwachsenen besucht Zion, Bryce Canyon und Grand Canyon. Ohne passenden Jahrespass koennen neben den normalen Eintritten zusaetzliche Nonresident-Gebuehren relevant werden. In so einem Fall ist der Non-Resident Annual Pass oft deutlich sinnvoller als einzelne Zahlungen. Bei einer Reise nur nach Joshua Tree und ein paar State Parks sieht die Rechnung ganz anders aus.
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“America the Beautiful” Pass: Kaufen und verwenden

Erwirb den Pass bei der ersten teilnehmenden Parkanlage, indem du den “America the Beautiful Non-Resident Annual Pass” direkt am Ticket-Häuschen kaufst. Achte darauf, keinen parkspezifischen Jahrespass zu kaufen, wenn du mehrere Parks besuchen möchtest.



Der America the Beautiful Pass ist 2026 fuer internationale Besucher kein automatischer Kauf mehr, aber auf vielen klassischen Nationalpark-Routen weiterhin wichtig. Entscheidend ist die konkrete Route: Anzahl der Parks, betroffene Nonresident-Fee-Parks, Reisende ab 16 Jahren und die Frage, ob du auch viele Ziele besuchst, die gar nicht vom Pass abgedeckt werden.
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