Ein Restaurantbesuch in den USA ist fuer deutschsprachige Reisende nicht schwierig, aber der Ablauf ist anders als zu Hause. Du wartest am Eingang, wirst platziert, bekommst oft kostenlos Wasser, bezahlst meist am Tisch und rechnest am Ende Sales Tax und Trinkgeld dazu.
Wenn du die kleinen Unterschiede kennst, fuehlt sich Essen gehen deutlich entspannter an: Was bedeutet "Wait to be seated"? Wann bekommt man die Rechnung? Wie funktioniert Trinkgeld mit Kreditkarte? Und was ist, wenn auf der Rechnung schon eine Service Charge steht?
In vielen amerikanischen Restaurants setzt du dich nicht einfach an einen freien Tisch. Am Eingang steht oft ein Schild wie Wait to be seated oder Please wait to be seated. Dann wartest du, bis dich Host oder Hostess begruesst.
Die typische erste Frage lautet: How many? Gemeint ist: Mit wie vielen Personen seid ihr da? Danach bekommst du einen Tisch zugewiesen. So verteilt das Restaurant die Gaeste auf die Servicebereiche und verhindert, dass einzelne Kellner zu viele Tische gleichzeitig haben.
Wenn viel los ist, bekommst du eine Wartezeit genannt. In manchen Restaurants erhaeltst du einen Pager oder wirst per SMS informiert. Du kannst in der Zwischenzeit oft an der Bar warten.

Die Preise auf der Speisekarte sind in den USA meistens ohne Sales Tax und ohne Trinkgeld angegeben. Am Ende kommt also fast immer mehr auf die Rechnung als die Summe der Gerichte.
Wenn ein Gericht 20 Dollar kostet, zahlst du am Ende je nach Staat und Stadt oft eher 25 Dollar oder mehr, sobald Steuer und Trinkgeld dazukommen.
Leitungswasser ist in vielen Restaurants kostenlos und wird oft direkt gebracht. Auch Softdrinks, Eistee oder Kaffee werden haeufig kostenlos nachgefuellt. Das gilt aber nicht automatisch fuer alkoholische Getraenke, Spezialdrinks, Smoothies oder Craft-Sodas.
Wenn du bereit bist, bestellst du beim Server. Fragen sind normal: Garstufe beim Steak, Dressing zur Seite, Beilage austauschen, Sauce separat, Allergien oder Unvertraeglichkeiten. Amerikanische Restaurants sind an Sonderwuensche gewoehnt, solange du freundlich und klar fragst.
Nuetzliche Saetze:
Der Server kommt waehrend des Essens mehrmals vorbei und fragt zum Beispiel: How is everything? Das ist normal und bedeutet nicht, dass du dich beeilen musst. Es ist die Gelegenheit, noch etwas zu bestellen oder ein Problem freundlich anzusprechen.
Wenn du die Portion nicht schaffst, kannst du Reste mitnehmen. Frage einfach:
Could I get a box, please?
In den USA ist das voellig normal. Oft bekommst du eine Box und packst selbst ein, manchmal macht es das Restaurant fuer dich.

Wenn du fertig bist, kannst du sagen:
Could we get the check, please?
Manchmal bringt der Server die Rechnung auch von selbst, sobald klar ist, dass ihr nichts mehr bestellen wollt. Das ist in den USA meistens kein Rauswurf, sondern effizienter Service.
Viele Restaurants nehmen Kredit- und Debitkarten. Je nach Restaurant gibt es verschiedene Varianten:
Bei klassischer Kartenzahlung bekommst du oft zwei Belege: einen fuer das Restaurant und einen fuer dich. Auf den Restaurantbeleg schreibst du Tip und Gesamtsumme und unterschreibst.
Getrennt zahlen ist moeglich, aber nicht ueberall so unkompliziert wie in Deutschland. Wenn ihr getrennte Rechnungen wollt, sagt es am besten vor der Bestellung:
Could we have separate checks, please?
Bei grossen Gruppen kann das Restaurant ablehnen oder automatisch eine Gratuity berechnen.

Bei Tischbedienung sind 18 bis 20 Prozent Trinkgeld ein guter Richtwert. Viele Gaeste rechnen auf den Betrag vor Sales Tax. Auf der Rechnung stehen manchmal vorgeschlagene Tip-Betraege, etwa 18, 20 und 22 Prozent.
Wichtig ist der Unterschied zwischen:
Wenn auf der Rechnung schon Auto Gratuity oder Service Charge steht, musst du nicht noch einmal voll tippen. Du kannst bei sehr gutem Service ein paar Dollar extra geben, aber doppeltes Trinkgeld ist nicht noetig.
Der wichtige Unterschied: Ein freiwilliger Tip ist deine Entscheidung. Eine verpflichtende Service Charge oder Auto Gratuity ist ein Zuschlag des Restaurants. Die IRS behandelt verpflichtende Service Charges nicht als Trinkgeld, sondern als Lohnbestandteil. Für dich als Gast heißt das praktisch: Rechnung lesen, Pflichtzuschläge erkennen und nicht versehentlich doppelt voll tippen.
Mehr Details findest du auf der Seite zum Trinkgeld in den USA.
Affiliate *

In vielen amerikanischen Restaurants kannst du auch an der Bar essen. Das ist besonders praktisch, wenn du allein reist, das Restaurant voll ist oder du nur schnell etwas essen moechtest.
Vorteile:
Wenn du an der Bar isst, gilt beim Trinkgeld im Grunde die gleiche Logik wie am Tisch: etwa 18 bis 20 Prozent bei Essen und Service, oder 1 bis 2 Dollar pro Drink bei einzelnen Getraenken.
Du wirst platziert, bestellst am Tisch, bekommst Service und zahlst mit Trinkgeld.
Locker, oft mit Fruehstueck, Burgern, Sandwiches, Kaffee und grossen Portionen. Ideal fuer Roadtrips und Familien.
Du bestellst am Counter, bekommst aber oft frisch zubereitetes Essen. Trinkgeld ist freiwilliger als im Full-Service-Restaurant.
Selbstbedienung, Drive-thru oder App-Bestellung. Kein klassisches Trinkgeld noetig, auch wenn ein Tip-Screen erscheinen kann.
Bestellung am Fenster, Essen zum Mitnehmen oder an einfachen Tischen. Ein kleiner Tip ist nett, aber nicht mit Restaurantservice vergleichbar.
Ein Restaurantbesuch in den USA ist unkompliziert, wenn du die Grundlogik kennst: Am Eingang warten, Tisch zuweisen lassen, Preise ohne Steuer und Trinkgeld verstehen, Rechnung genau lesen und bei Tischbedienung 18 bis 20 Prozent Tip einplanen.
Besonders wichtig fuer Touristen ist die Rechnung: Steht dort Service Charge oder Auto Gratuity, ist bereits ein verpflichtender Zuschlag enthalten. Steht nur ein Suggested Tip darunter, ist es ein Vorschlag und du entscheidest selbst.
Afflilate
info: Wenn Du über diese Anzeige etwas auf der Zielseite buchst, bekommen wir vom betreffenden Anbieter eine Vermittlerprovision. Für dich entstehen keine Nachteile beim Kauf und du unterstützt damit die Arbeit auf diesem Blog. Vielen Dank!
Werbung